Rübenbauern starten mit guter Ernte in den freien Markt

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Mit einer Spezialmaschine werden auf einem Feld Zuckerrüben geerntet.

Bonn - Erste Rübenernte nach dem Wegfall der Zuckerquote. Das ist mit Unsicherheit für die Landwirte verbunden. Aber eines steht mit der angelaufenen Ernte jetzt schon fest: Es ist eine gute Ernte.

Die Rheinischen Rübenbauern starten nach dem Wegfall der EU-weiten Zuckerquote mit einer guten Ernte in den freien Wettbewerb. "Nach dem jetzigen Stand gibt es eine ausgesprochen gute Ernte", sagte Peter Kasten, Geschäftsführer des Rheinischen Rübenbauer-Verbandes am Dienstag in Bonn. Mit erwarteten 80 Tonnen pro Hektar werde der Ertrag drei Tonnen über dem Schnitt der letzten Jahre liegen. Auch der Zuckergehalt sei gut.

Mit dem Wegfall der EU-weiten Zuckerquote sei die Anbaufläche im Rheinland um 20 Prozent gewachsen. Die Ernte werde nach dem jetzigen Stand bis zum 20. Januar laufen.

Das Wetter habe der Rübe gutgetan: Bei der Trockenheit im späten Frühjahr habe die Knolle tief gewurzelt und sei anschließend bei regnerischem Wetter gut gewachsen. "Die Witterung passte. Daraus resultiert eine gute Ernte", sagte Kasten.

Das Rheinland habe sich nach dem Wegfall der Zuckerquote Ende September mit mehr Anbaufläche in Position gebracht. Die Region sei klimatisch und von der Infrastruktur her eine Gunstregion für den Rübenanbau in Deutschland. Das Rheinland habe zu einen sehr gute Böden, sagte Kasten. "Wir haben außerdem eine gute Infrastruktur. Wir haben kurze Entfernungen zu denn Zuckerfabriken und kurze Entfernung von den Zuckerfabriken in die Ballungsgebiete", sagte Kasten.

Mit dem Wegfall der Zuckerquote Ende September fallen für die Rübenbauern die Mindestpreise und damit Planungssicherheit weg. Sie müssen mit schwankenden Preisen rechnen.

Nach Verbandsangaben gilt das Rheinland als eine der intensivsten Rüben-Anbaugebiete Europas. Bundesweit zählt es zu den bedeutenden Anbaugebieten neben Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Bayern. - dpa

Quelle: wa.de

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