Rotes Kreuz fordert mehr Geld für Bufdis

MÜNSTER - Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) könnte im Bundesfreiwilligendienst in Westfalen nach eigenen Angaben mehr als doppelt so viele Plätze besetzen, wenn das Geld nicht so knapp wäre.

Die Entscheidung des Bundes für einen Einstellungsstopp im vergangenen Januar sei eine "Vollbremsung" gewesen, sagte der Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, Jörg Twenhöven, am Dienstag in Münster. "Deshalb appellieren wir an die Bundesregierung, mehr Geld zur Durchführung des Bundesfreiwilligendienstes zur Verfügung zu stellen."

Es gebe einen großen Andrang. "Der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe könnte Interessierten ohne Probleme rund 400 Plätze (...) anbieten", erläuterte Vorstand Ludger Jutkeit. Rund 170 "Bufdi"-Stellen habe man besetzt, eigentlich habe das zuständige Bundesamt dem Verband weniger als 150 Plätze zugestanden. Dies bedeute, dass zum Ende dieses Jahres einige der "Bufdi"-Stellen nicht mehr besetzt werden dürften, obwohl es sowohl einen Bedarf als auch genügend Bewerber gebe, erklärte Jutkeit.

Der Bundesfreiwilligendienst war Mitte vergangenen Jahres als Ersatz für den zusammen mit der Wehrpflicht weggefallenen Zivildienst geschaffen worden. Da die Bundesregierung zunächst nur mit etwa 35 000 "Bufdis" rechnete, sind die dafür zur Verfügung gestellten Mittel von rund 350 Millionen Euro schon ausgeschöpft. Die Dienstleistenden erhalten bis zu 336 Euro Taschengeld im Monat. - lnw

Quelle: wa.de

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