Polizei mit Maschinenpistolen in Köln und Düsseldorf

Rosenmontagsumzüge: "Ein abstraktes Sicherheitsrisiko"

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Karneval in Köln

Westfalen - Strenge Sicherheitsvorkehrungen gehören zu Karneval wie Kamelle und Kostüme. Nach dem Terroranschlag von Berlin wird nun noch einmal aufgerüstet. Doch was bedeutet das für die Feierlaune?

Am Donnerstag beginnen die tollen Tage - unter strengeren Sicherheitsvorkehrungen denn je. Als Reaktion auf Terroranschläge wie in Berlin werden vielerorts Fahrzeugsperren eingesetzt. 

In Köln dürfen am Karnevalssonntag und an Rosenmontag sogar keine Lastwagen über 7,5 Tonnen in die Innenstadt fahren. "Bei drohenden Gefahren werden wir konsequent einschreiten", kündigte Polizeipräsident Jürgen Mathies an. 

Auch Düsseldorf hat ein Lastwagen-Fahrverbot für Rosenmontag verhängt. In beiden Städten will die Polizei zudem Beamte mit Maschinenpistolen einsetzen. 

Es gebe zwar keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung, aber "ein abstraktes Sicherheitsrisiko". Das alles muss aber noch nicht bedeuten, dass an Karneval weniger Menschen auf die Straße gehen. 

"Karneval ist ein Fest des rauschhaften Vergessens", sagte der Psychologe und Buchautor Stephan Grünewald. "Man will sich von der Schwere befreien und in eine konsequenzlose Verwandlung eintauchen.

In schlechten Zeiten wollen die Menschen erst recht Karneval feiern." Besonders im Blickpunkt der Karnevalisten steht dieses Jahr US-Präsident Donald Trump. 

Ein Wagen aus dem Kölner Rosenmontagszug zeigt ihn als Neuling in einer Schulklasse - mit den Nuklear-Codes in der Schultüte. Düsseldorf hält sein Trump-Motiv noch geheim, doch Wagenbauer Jacques Tilly meint: "Er ist natürlich eine Karikatur an sich und damit ein Göttergeschenk für Karikaturisten." 

Eine Herausforderung für den Straßenkarneval wird das Wetter. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet an Weiberfastnacht mit Regen und Sturmböen zwischen 80 und 100 Kilometern in der Stunde.

Wenigstens wird man bei Temperaturen bis 12 Grad nicht frieren müssen. Am Nachmittag seien auch Gewitter und Dauerregen nicht ausgeschlossen, sagte eine DWD-Sprecherin. Was die Sturmböen betreffe, könne es ähnlich kritisch werden wie vergangenes Jahr an Rosenmontag, als Karnevalszüge wegen Sturms abgesagt wurden. 

Das sei dann aber voraussichtlich der stürmischste der Karnevalstage, sagte die Meteorologin.

Quelle: wa.de

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