Mit Rohrreiniger experimentiert:

Sieben Schüler in Werdohl bei Explosion verletzt

Werdohl - Sieben Schüler wurden am Donnerstag in Werdohl (Märkischer Kreis) bei einer Explosion verletzt, einer von ihnen schwer. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein 13-Jähriger während der Pause Rohrreiniger mit Wasser vermischt, in eine Plastikflasche gefüllt und diese geschüttelt.

Das Gemisch dehnte sich sehr stark und sehr schnell aus, sodass die Flasche explodierte.

"Der Junge hat die ganze Ladung ins Gesicht bekommen", sagte Rektor Bernd Bunge. Der 13-Jährige erlitt schwere Verätzungen im Gesicht und an den Augen. Ob die Flasche in seiner Hand explodierte oder ob er sie vorher noch auf den Boden stellen konnte, ist der Polizei nicht bekannt.

Vier weitere 13-Jährige sowie zwei 15-Jährige, die in der Nähe standen und Spritzer abbekommen haben, erlitten leichte Verätzungen im Gesicht.

"Das war ein Unglücksfall", betonte Polizeisprecher Dietmar Boronowski. "Es handelt sich nicht um ein Versäumnis der Lehrer." Der Schüler habe den Rohrreiniger von zu Hause mitgebracht, die Chemikalie stamme nicht aus dem Chemieraum oder gar aus dem Unterricht.

Der Vorfall habe die Schüler geschockt, sagte Bunge. "Es gibt da ja Videos im Internet, welchen Spass das macht, wenn so etwas explodiert. Was dabei passieren kann, ist denen nicht bewusst gewesen." Sein Kollege, der die Klasse zum Unterricht abholen wollte, habe einen lauten Knall gehört. "Das hat wohl richtig gerummst. Die Flasche war längs aufgerissen." Noch bevor der Rettungsdienst kam, seien die Augen den Jungen gespült worden.

Die sieben Jungen wurden in das Werdohler und das Lüdenscheider Krankenhaus gebracht. Über ihren Zustand konnte die Polizei keine weiteren Angaben machen. Möglicherweise werde der schwer verletzte 13-Jährige in eine Fachklinik verlegt. - cra/lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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