Norbert Röttgen führt CDU-Liste an

MÜLHEIM - Norbert Röttgen wurde am Mittwochabend vom CDU-Landesparteitag in Mülheim mit 96 Prozent der Delegiertenstimmen (238 Ja-, 10 Nein-Stimmen) zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 13. Mai gewählt.

Von Detlef Burrichter

Er wolle Ministerpräsident werden und die Endlosspirale der Verschuldung stoppen. „Das ist unser Projekt“, sagte Röttgen.

Röttgen war nicht in einem separaten Wahlgang gewählt worden, sondern gemeinsam mit den weiteren 113 Kandidaten auf der CDU-Landesliste. Dem Parteitag vorausgegangen waren neue parteiinterne Querelen, die den ganzen Tag über für Unruhe und Verärgerung in der Union sorgten. Der Vorsitzende des CDU-Bezirks Mittelrhein, Axel Voss, hatte CDU-Funktionäre per SMS dazu aufgerufen, die komplette Kandidatenliste für die Landtagswahl zu verwerfen. Sein Bezirk sei bei der Kandidatenaufstellung benachteiligt worden. Röttgen habe altgediente CDU-Mitglieder ins Abseits gedrängt, um Platz für treue Gefolgsleute wie seine Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser zu schaffen, die NRW-Europaministerin werden soll, zürnte Voss, der Europa-Abgeordneter ist.

Röttgen wehrte sich gegen die Vorwürfe. Die Verteilung der Listenplätze sei ausgewogen und einstimmig von allen Bezirksvorsitzenden vorgeschlagen und auch vom Landesvorstand einstimmig beschlossen worden. Axel Voss sei selbst dabei gewesen, als die Kandidatenliste aufgestellt wurde. Am Abend zeigte sich Röttgen unbeeindruckt von dem Zwischenfall. Die etwa 250 Delegierten aus allen Landesteilen schwor der Spitzenkandidat mit scharfen Angriffen auf die rot-grüne Minderheitsregierung auf den Wahlkampf ein. Die CDU werde die Verschuldung stoppen und die Schuldenbremse in die Landesverfassung aufnehmen.

Quelle: wa.de

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