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Streit eskaliert: 14-Jähriger mit Messerstichen in Bauch und Bein schwer verletzt

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Von: Andreas Eickhoff

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Forderungen nach Alkohol und Wertgegenständen, fliegende Fäuste, Messerstiche - ein Streit in Rietberg (NRW) endete dramatisch. Ein 14-Jähriger wurde niedergestochen.

Rietberg-Neuenkirchen - Die Polizei hat in Rietberg-Neuenkirchen (NRW) am späten Samstagabend, 30. April, im Zusammenhang einer gefährlichen Körperverletzung zwei 17-Jährige aus Rietberg und Harsewinkel vorläufig festgenommen. An der Ringstraße war nach einem Streit ein Beteiligter niedergestochen worden. Die beiden Jugendlichen konnten nach einer Vernehmung am Sonntag den Erziehungsberechtigten übergeben werden.

Zu dem Vorfall war es Polizeiangaben zufolge gegen 22.20 Uhr gekommen. Ein 17-Jähriger Rietberger war mit einer jungen Frau auf der Ringstraße unterwegs, als sie von zwei Jugendlichen aus einer größeren Gruppe heraus angesprochen wurden. Den ersten Ermittlungen der Polizei zufolge soll es sich dabei um den 17-Jährigen Harsewinkler und einen 14-Jährigen Gütersloher gehandelt haben.

In Rietberg-Neuenkirchen waren Rettungskräfte im Einsatz. Ein 14-Jähriger wurde niedergestochen.
In Rietberg-Neuenkirchen waren Rettungskräfte im Einsatz. Ein 14-Jähriger wurde niedergestochen. © Andreas Eickhoff

Nach Zeugenaussagen forderten sie die Herausgabe von Alkohol und Wertgegenständen. Diesen Forderungen wurden den Darstellungen zufolge zumindest auch teilweise nachgegeben.

Rietberg-Neuenkirchen: Anwohner leisten Erste Hilfe

Nachdem sich die Lage nahe der Neuenkirchener Pfarrkirche zunächst beruhigt hatte, kam es anschließend zu einer erneuten Rangelei, in dessen Folge zunächst die Fäuste flogen und der Rietberger später auch ein Messer eingesetzt haben soll. Dabei soll er den 14-Jährigen Gütersloher schwer mit Stichen in Bauch und Bein verletzt haben.

Anwohner leisteten Erste Hilfe und brachten dem Opfer auch zwei Kissen sowie eine Decke. Ferner riefen sie Polizei und Rettungsdienst. Unter anderem eilten aus Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück Streifenwagenbesatzungen in den Neuenkirchener Ortskern, außerdem der Diensthundeführer. Nachdem das Opfer zunächst von einem aus Gütersloh herbeigeeilten Notarzt behandelt worden war, übernahm später ein Kollege aus Rheda-Wiedenbrück die Behandlung.

Rietberg-Neuenkirchen: Zeugin erleidet Schock

In einem nahegelegenen Restaurant an der Gütersloher Straße war zwischenzeitlich offenbar eine Zeugin der blutigen Straftat aufgetaucht und zusammengebrochen. Aufgrund des dramatischen Notrufes bei der Feuerwehr - die Frau reagierte weder auf Ansprache noch auf Schmerzreize - wurde das Gütersloher Notarzteinsatzfahrzeug zu der neuen Einsatzadresse entsandt.

Neben dem Notarzt waren auch die „Mobilen Retter“ alarmiert worden, der Fahrer des Hausärztlichen Notdienstes eilte nach dem Alarm von der gegenüberliegenden Senioreneinrichtung zu dem Restaurant. Dort kümmerte sich schon eine Krankenschwester um die junge Patientin.

Die junge Frau konnte nach einer Behandlung im Rettungswagen an Angehörige übergeben und entlassen werden, sie hatte augenscheinlich aufgrund der Geschehnisse einen Schock erlitten.

Die beiden Tatverdächtigen sowie eine Zeugin wurden von Polizeibeamten in Tatortnähe aufgegriffen und zur Wache nach Gütersloh gebracht. Die Jugendlichen wurden nach einer ersten Vernehmung zunächst in Gewahrsam genommen.

Nach einem tödlichen Unfall in NRW gibt es jetzt erste Ermittlungsergebnisse - es besteht der Verdacht eines illegalen Rennens.

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