Duisburger A40-Brücke Dienstag dicht

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Die Rheinbrücke der A40 bei Duisburg weist schadhafte Schweißnähte an den Stahlträgern auf.

DUISBURG - Jetzt ist die Brücke dicht: Lastwagen Richtung Osten müssen seit Dienstag einen großen Bogen um die marode A40-Rheinbrücke bei Duisburg machen. Es gab lange Staus. Und einige versuchten, das Verbot zu umgehen.

Gesperrte Fahrbahnen, lange Staus: Mit der A40-Rheinbrücke bei Duisburg ist am Dienstag wie geplant eine weitere wichtige Flussquerung für Lastwagen teilweise gesperrt worden. Seit Dienstagmittag dürfen Lkw über 3,5 Tonnen in Richtung Essen die Brücke nicht mehr nutzen.

Nach Angaben der Polizei bildete sich vor der Verengung nach kurzer Zeit ein rund elf Kilometer langer Stau. "Erstmal müssen sich die Autofahrer ja darauf einstellen", sagte ein Sprecher. Die Sperrung gilt für etwa sechs Wochen und ist nötig, weil Risse an den maroden Trägern der Brücke repariert werden. Während der Schweißarbeiten dürfe die Brücke nicht schwingen, teilte der Landesbetrieb Straßen.NRW mit.

Langfristig Neubau nötig

Der Autoverkehr fließt auf einer Spur weiter. In Gegenrichtung nach Venlo gibt es zunächst keine Einschränkungen. Langfristig muss die Brücke neu gebaut werden. Der Landesbetrieb hat auf der Brücke spezielle Leitplanken eingerichtet, die die Fahrbahn auf 2,10 Meter verengen und eine Durchfahrt für größere Fahrzeuge verhindern. "Entsprechende Schilder warnen frühzeitig davor. Wer die ignorieren würde, könnte sich festfahren", sagte Bernd Löchter von Straßen.NRW.

Die Polizei kontrollierte den Lkw-Verkehr verstärkt. Ein Sprecher sagte, einige Lasterfahrer hätten versucht, über die Brücke zu gelangen. Sie seien aber von Beamten herausgezogen und zur rechtzeitigen Abfahrt gezwungen worden. Die 777 Meter lange Rheinbrücke bei Duisburg-Neuenkamp wurde 1970 eröffnet. Inzwischen zeichneten sich hier nach Informationen von Straßen.NRW dieselben Probleme ab wie bei der Leverkusener Rheinbrücke der Autobahn 1, die noch fünf Jahre älter ist und Beschädigungen aufweist. Sie ist deshalb bereits seit Monaten für den Lastwagenverkehr gesperrt.

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) warnt davor, das Bemühen um den Bildungsstandort Deutschland und Investitionen in Straßen und Brücken gegeneinander auszuspielen. "Auf der Bröckelbrücke und auf der Schlaglochpiste kann man keine Bildungsrepublik Deutschland errichten", sagte er am Dienstag im ARD-Morgenmagazin. "Die Brücken sind viel zu lange zu gering beachtet worden", kritisierte er. Vor allem beim Aufbau Ost sei Geld in Deutschland zu einseitig investiert worden. "Wir haben den Aufbau Ost zu sehr als Problem Ost begriffen, und nicht begriffen, dass wir auch die Infrastruktur im Westen ertüchtigen müssen." - dpa

Quelle: wa.de

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