Polizei macht keine Angaben zur Beute

Rentner (82) zu Hause überfallen - Räuber zünden Haus in Haan an

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[Update 14.53 Uhr] Haan - Ein 82 Jahre alter Mann kommt nach Hause und wird überfallen. Die zwei Täter durchsuchen sein Haus, fesseln ihn im Garten und zünden anschließend sein Haus an. Eine heiße Spur von den Männern fehlt.

Zwei Männer haben in Haan bei Düsseldorf einen Rentner zu Hause überfallen, ihn gefesselt und sein Haus angezündet. Die Täter konnten unerkannt entkommen. 

Die Feuerwehr wurde am Mittwochabend zu dem Haus gerufen und löschte den Brand. Zu dem Zeitpunkt kümmerten sich bereits Nachbarn im Garten um den leicht verletzten 82-Jährigen. Das Haus sei stark beschädigt und vorerst nicht bewohnbar, teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit. 

Zur möglichen Beute der beiden Täter wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen. Die Männer hätten den 82-Jährigen überwältigt, als er am Mittwoch aus der Stadt nach Hause kam, erklärte die Polizei. Nachdem er die Haustür geöffnet hatte, griffen ihn die Täter hinterrücks an. 

Sie hätten den Rentner bedroht und geschlagen, um zu erfahren, wo er sein Bargeld versteckt habe. Anschließend verteilten die beiden Täter wohl Benzin im Haus und brachten den 82-Jährigen in den Garten. 

Sie hätten ihn gefesselt und gedroht, ihn umzubringen, wenn er um Hilfe rufen sollte. Auch einen Sack hätten die Täter ihm über den Kopf gesteckt. Dann zündeten sie das Haus an. Der Sachschäden steht noch nicht fest. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass das Feuer vom Erdgeschoss auf den ersten Stock übergriff. 

Solche brutalen Raubüberfälle in Wohnungen sind nach Angaben des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen (LKA) eher selten. "Die Fallzahlen sind gemessen an der Gesamtkriminalität in Nordrhein-Westfalen gering", sagte LKA-Sprecher Mario Lorenz. 

In den vergangenen 20 Jahren gab es zwischen 570 und 830 Raubüberfälle in Wohnungen in Nordrhein-Westfalen pro Jahr. In der Regel versuchten Einbrecher, Kontakt mit ihren Opfer zu vermeiden, sagte Lorenz. 

Wer zu Hause dennoch von ihnen überrascht wird, sollte auf jeden Fall die Konfrontation meiden, wenn es irgendwie möglich ist. Stattdessen sei es besser, sich durch Geräusche bemerkbar zu machen. Eine andere Möglichkeit sei, das Licht anzuschalten. Viele Täter schlage das bereits in die Flucht, sagte Lorenz. - dpa

Quelle: wa.de

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