Rechte Störer in Dortmund - Das sagt die Polizei

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Szene vor dem Dortmund Rathaus in der Nacht von Sonntag auf Montag.

DORTMUND - Rechtsradikale haben am Sonntagabend in Dortmund versucht, den Wahlabend im Rathaus zu stören. Die Rechten seien skandierend vor das Rathaus gezogen, sagte ein Polizeisprecher. Es wurde eine Ermittlungskommission eingerichtet. Jetzt liegt eine offizielle Darstellung der Dortmund Polizei vor.

Wir zitieren die Pressemitteilung der Polizei hier im Wortlaut:

"In den Abendstunden des 25.05.2014 kam es am Rande der im Rathaus in Dortmund stattfindenden Wahlparty zu teils gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen zwei Personengruppen.

Gegen 22.10 Uhr wurde die Einsatzleitstelle der Polizei über den Notruf alarmiert; Zwischen Anhängern einer rechtsextremistischen Partei und den Gästen der im Rathaus stattfindenden Wahlparty würde es eine zum Teil körperliche Auseinandersetzung geben, so die Angaben des Melders.

Die ersten Einsatzkräfte der Polizei trafen im Bereich des Rathauses bereits nach vier Minuten ein. Mit weiteren Unterstützungskräften und unter Einsatz von Pfefferspray und dem Einsatzmehrzweckstock gelang es den Beamten schnell, die beiden Lager vor dem Rathaus zu trennen.

Offensichtlich hatten die Rechtsextremisten die Absicht, in das Rathaus zu gelangen, bzw. an den Feierlichkeiten anlässlich der Wahlen teilzunehmen. Als den Rechtsextremisten der Zutritt verweigert wurde, kam es zu wechselseitigen Körperverletzungen, auch unter Nutzung von Pfefferspray.

Mit Unterstützung weiterer starker Polizeikräfte gelang es schließlich, die Situation vor dem Rathaus zu beruhigen. Die Rechtsextremisten wurden auf dem Friedensplatz eingeschlossen. Die 27 Angehörigen der rechtsextremistischen Partei erhielten einen Platzverweis, ihre Personalien wurden zur Sicherung des Strafverfahrens festgestellt.

Darüber hinaus stellten die Beamten die Personalien von sechs Linksextremisten fest.

Strafrechtliche Ermittlungen wurden eingeleitet wegen des Verdachts der Volksverhetzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs sowie wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung.

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange hat sich heute über den gestrigen Polizeieinsatz informieren lassen und kommt zu der Einschätzung: "Entgegen anderer Verlautbarungen waren die ersten Einsatzkräfte nach nur 4 Minuten am Dortmunder Rathaus. Die Beamten sind direkt konsequent eingeschritten und haben vor Ort Schlimmeres verhindert."

"Mir ist die zügige und beweissichere Aufklärung dieser tumultartigen Auseinandersetzung sehr wichtig, daher habe ich bereits heute Morgen eine Ermittlungskommission eingerichtet", stellt Gregor Lange klar.

Zeugen, die Hinweise zur gestrigen Auseinandersetzung geben können, werden gebeten, sich an die Kriminalwache der Dortmunder Polizei unter der Telefonnummer 0231/132-7441 zu wenden. - WA

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Quelle: wa.de

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