Unfall an unbeschranktem Bahnübergang

Zug der RB25 kollidiert in Kierspe mit Pkw - keine Verletzten

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[Update 21.57 Uhr] Kierspe - Bahn-Unfall am Dienstagabend in Kierspe! Ein Zug der RB25 (Oberbergische Bahn von Brügge nach Meinerzhagen) kollidierte an einem unbeschrankten Bahnübergang mit einem Pkw. Die Bahnstrecke war zwischen Lüdenscheid-Brügge und Meinerzhagen gesperrt, ein Ersatzverkehr mit zwei Bussen wurde eingerichtet. Die B54 war bis ca. 21.45 Uhr nicht passierbar. Verletzt wurde niemand.

Das Auto war nach der Kollision nicht mehr fahrbereit, der Zug indes schon. Ein Ersatz-Zugführer wurde zur Unfallstelle gebracht und sollte den Zug weiterfahren. Sein Kollege, der den Unfall nicht mehr hatte verhindern können, wurde vor Ort betreut, gilt aber auch als unverletzt.

In der Regionalbahn der Deutschen Bahn saßen 15 Fahrgäste. Es wurde ein sogenannter Rettungsbus eingesetzt, in den die Passagiere umstiegen. Wegen des Alarm-Stichwortes "Manv 25" (Massenanfall mit bis zu 25 Verletzten) waren bis zu 80 Einsatzkräfte vor Ort. Die Feuerwehr rückte kurz vor 22 Uhr von der Unfallstelle ab.

Die Unfallstelle lag an der Kreuzung der Volmestraße/B54 mit der Straße Sankel, unweit der Abzweigung Am Vornberg. Für diesen Bahnübergang unweit der B54 gibt es schon länger Überlegungen, eine Ampelanlage zu errichten.

Erst seit dem 10. Dezember rollt die Bahn wieder fahrplanmäßig auf der Strecke Meinerzhagen-Lüdenscheid - nach 31 Jahren ohne durchgehenden Personenzugverkehr von Köln durch das Agger- und Volmetal bis Dortmund.

Die zusätzliche Strecke zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid bedient die aus Köln kommende Regionalbahn 25. Damit verbindet die Oberbergische Bahn stündlich Köln mit Meinerzhagen und fährt zweistündlich weiter über Brügge nach Lüdenscheid. In Brügge gibt es von der RB 25 Anschlüsse ohne lange Wartezeit zur Regionalbahn 52 nach Hagen/Dortmund. Bei dem Projekt arbeiten die Nahverkehrsverbände Rheinland (NVR) und Westfalen-Lippe (NWL) erstmals direkt zusammen.

Die Deutsche Bahn AG hatte die Einweihung erneut zum Anlass genommen, um alle Straßenverkehrsteilnehmer auf den neuen Zugverkehr im oberen Volmetal aufmerksam zu machen. An allen Bahnübergängen gelte grundsätzlich: Der Zug hat Vorfahrt!

Keine vier Wochen später jetzt der erste gravierende Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang...

Quelle: wa.de

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