Rattenplage

Ratten bevölkern Fußgängerzone in Bönen

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Die Ratten in der Fußgängerzone und am Gemeindeteich sind in den Fokus vieler Bönener geraten.

BÖNEN - Sie huschen ganz ungeniert durch die Fußgängerzone auf der Suche nach Nahrung, und zwar am hellen Tag - die Rede ist von Ratten. Die Nager haben sich offensichtlich im vergangenen milden Winter so stark vermehrt, dass sie in der Bönener Mitte zur Plage werden. „Das Problem ist bekannt, und wir haben auch bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet“, so der zuständige Fachbereichsleiter Robert Eisler.

Bereits vergangene Woche hätten Bürger die Verwaltung alarmiert, dass in der Bönener Fußgängerzone vermehrt Ratten gesichtet worden seien, die besonders während der Marktzeiten zwischen den Ständen unterwegs waren. Die Verkäuferinnen der Bäckerei Grobe berichten, dass ihnen die Nagetiere regelmäßig morgens begegnen, wenn sie Tische und Stühle rausstellen: „Man traut sich kaum vor die Tür.“

Dabei haben die Ratten vermutlich in den Hochbeeten Quartier bezogen und ziehen dort, geschützt zwischen Steinrand und Erde, ihren Nachwuchs groß.

Die Verwaltung habe sofort einen Schädlingsbekämpfer beauftragt, Giftköder auszulegen, um das Problem schnellstmöglich in den Griff zu bekommen, so Eisler. „Der wird jetzt wiederholt in der Fußgängerzone unterwegs sein, um zu sondieren, wie erfolgreich der Einsatz war und wenn nötig, weitere Köder auslegen“, berichtet der Fachbereichsleiter.

Allerdings könne man der Plage möglicherweise allein mit Gift nicht Herr werden. „Ratten sind bekanntlich sehr intelligente Tiere, die sich vom Köder fernhalten, sobald sie feststellen, dass ihre Artgenossen daran sterben.“ Die nächste Generation entwickle dann eine genetische Immunität, so dass das Gift nichts mehr ausrichten könne. Da helfe also nur ein Bündel an Maßnahmen.

Weil auch wiederholt Ratten beobachtet wurden, wie sie auf der Suche nach Nahrung an den Abfallkörben hochklettern, will die Verwaltung für eine häufigere Leerung sorgen. „Eine Maßnahme alleine wird wahrscheinlich nicht erfolgreich sein“, vermutet Eisler. Deshalb arbeite man in der Verwaltung an weiteren Vorkehrungen, um das Problem schnellstmöglich in den Griff zu bekommen. Dazu gehöre auch eine genaue Untersuchung der Beete auf mögliche Nester, um den Tieren keine Unterschlupfmöglichkeiten zu geben und den Nachwuchs zu dezimieren.

Außerdem sei es wichtig, dass die Markthändler verstärkt darauf achten, dass nach Abbau ihrer Stände keine Lebensmittelreste zurückbleiben.

Taubenfütterung ist ein Problem

Das größte Problem sieht Robert Eisler aber darin, dass einige Bönener immer wieder rund um den Gemeindeteich Tauben füttern, aber auch Enten und Fische. „Das sorgt nicht nur für eine zusätzliche Verschmutzung mit Taubenkot, das lockt natürlich auch vermehrt Ratten an.“ Er setzt deshalb auf die Kooperation der Bürger und bittet dringend darum, das Füttern zu unterlassen. Um langfristig einen Erfolg gegen die Schädlinge zu erreichen, müssten alle an einem Strang ziehen. „So lange die Ratten noch überall so leicht Nahrung finden, haben Giftköder nur eine begrenzte Wirkung.“ - kir

Quelle: wa.de

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