Rahmenkredit – Alternative zum Dispokredit

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Überziehen Sie ab und zu Ihr Konto, haben aber ein regelmäßiges Einkommen, könnte ein Rahmenkredit interessant für Sie sein.

Noch ein paar Weihnachtsgeschenke kaufen, eine Autoreparatur steht an und dann geht auch schon die Miete vom Konto ab – zum Monatsende wird das Geld auf dem Konto oft knapp. Schnell ist es überzogen. Doch die Zinsen sind meist hoch. Lesen Sie, was ein Rahmenkredit ist und wann er sich lohnt.

Die meisten Banken räumen Ihnen beim Abschluss eines Girokontos automatisch einen Dispositionskredit ein. Die Höhe hängt von Ihrem regelmäßigen Einkommen ein. Überziehen Sie Ihr Girokonto, verlangen die Kreditinstitute momentan bis zu 14 Prozent Zinsen für den Dispokredit. Das hat die Stiftung Warentest bei einer Erhebung im September 2013 herausgefunden. Dabei ermittelte sie die Konditionen von rund 1.600 Banken und Kreditinstituten. Das Fazit: Der Dispokredit ist nach wie vor der teuerste Kredit, den Banken einräumen. Machen Sie also nur bei kurzfristigen Engpässen auf dem Konto davon Gebrauch. Nehmen Sie den Kredit nicht in Anspruch, fallen auch keine Zinsen an.

Rahmenkredit – zwischen Dispo- und Ratenkredit

Nicht so bekannt, aber meist günstiger als der Dispokredit, ist der Rahmen- oder Abrufkredit. Wie beim Dispokredit vereinbaren Sie mit Ihrer Bank einen Kreditrahmen, der bis zu 25.000 Euro hoch sein kann. Benötigen Sie einen Kredit über einen geringeren Betrag, fallen auch nur dafür Zinsen an. Diese sind in der Regel niedriger als beim Dispokredit.

Beim Dispo zahlen Sie die überzogene Summe zu einem beliebigen Zeitpunkt zurück. Den Rahmenkredit lösen Sie dagegen monatlich mit einem vereinbarten Mindestbetrag ab. Dieser liegt je nach Bank bei etwa 1,5 bis zwei Prozent des entnommenen Betrags oder Kreditrahmens. Anders als beim Ratenkredit können Sie jedoch auch eine größere Summe oder alles auf einen Schlag zurückzahlen. Der Zinssatz kann sich während der Laufzeit ändern – wie beim Dispo auch.

Vergleichen Sie die Konditionen verschiedener Banken und informieren Sie sich über die Vor- und Nachteile, bevor Sie einen Rahmenkredit abschließen. Einige Banken verlangen eine Kontoführungsgebühr, andere nicht. Bei Letzteren sind dann meist die Zinsen höher.

Für wen lohnt sich der Rahmenkredit?

Wenn Sie Ihr Konto hin und wieder überziehen, aber mit Ihrem Einkommen die Abzahlung des Dispokredits gut bewältigen, lohnt es sich, auf den günstigeren Rahmenkredit umzusteigen. Ist Ihr Konto ständig überzogen, eignet sich der Rahmenkredit nicht, um den teuren Dispokredit abzulösen. Denn können Sie nur den Mindestbetrag des Rahmenkredits abstottern, ist nicht nur der Dispokredit ausgereizt, sondern auch der Rahmenvertrag schnell erschöpft. Der Weg in die Schuldenfalle ist dann vorprogrammiert.

Quelle: wa.de

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