Ermittlungen mit höchster Dringlichkeit

Wer ist die Leiche im Ahlener Feuer-Fahrzeug?

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Ahlen/Heessen - Eine grausige Entdeckung haben am Sonntagmorgen Einsatzkräfte der Feuerwehr unweit der Heessener Ortsgrenze gemacht.

In einem noch brennenden Pkw, der wenige Meter vor dem Eingangstor des Sportgeländes an der Ahlener Westfalenkaserne stand, stießen sie auf dem Fahrersitz auf eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche. Die Staatsanwaltschaft Münster wurde eingeschaltet. Spezialisten der Kripo nahmen am Sonntagnachmittag ihre Arbeit auf.

Die Westfalenkaserne befindet sich unweit der Hammer Stadtgrenze; auf der gegenüberliegenden Seite liegt der Paintballpark Westfalen.

Zeuge alarmiert Feuerwehr gegen 10.30 Uhr

Um 10.25 Uhr war die Meldung bei der Feuerwehr eingegangen. Ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer, der auf der Straße „Im Oestricher Holt“ unterwegs war, hatte das brennende Fahrzeug aufgrund der starken Rauchentwicklung entdeckt. Da er kein Handy bei sich hatte, eilte er zur Wache der Westfalenkaserne, die von dort aus die Feuerwehr alarmierte.

Bereits wenige Minuten später trafen sieben Einsatzkräfte mit einem Löschfahrzeug und einem Tanklöschfahrzeug am Brandort ein. Unter Leitung von Oberbrandmeister Carsten Kordzumdieke wurden der in Flammen stehende Pkw sowie Unterholz, das sich in unmittelbarer Nähe des Fahrzeugs befand und entzündet hatte, mit Druckluftschaum gelöscht.

„Wir wissen nichts“, sagte ein Polizeibeamter vor Ort. Er könne nur sagen, dass es sich bei dem ausgebrannten Fahrzeug um einen Caddy gehandelt habe. Weder die Farbe noch das Kennzeichen seien zu erkennen gewesen. Zudem könne nicht gesagt werden, ob das Todesopfer ein Mann oder eine Frau sei.

Die Situation ist völlig unklar

Am Vormittag waren zwei Polizeiteams aus Ahlen und eins aus Warendorf im Einsatz. Die Spurensicherung aus Münster mit ihren Experten traf am Nachmittag ein, darunter auch Gerichtsmediziner.

„Es ist noch alles offen“, teilte auf „AT“-Nachfrage der Pressedezernent der Staatsanwaltschaft Münster, Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt, mit. Die Situation sei völlig unklar. „Das Fahrzeug ist vollständig ausgebrannt, der gefundene Leichnam war offensichtlich einer enormen Hitzeentwicklung ausgesetzt“, teilte er mit. Es gebe noch keine Hinweise auf einen möglichen Geschehensablauf. Die Ermittlung der Identität der verstorbenen Person habe höchste Priorität, wiederholte Botzenhardt am Montag.

Die Ermittlungen liefen in alle Richtungen und dauerten an, so Botzenhardt. Am späten Sonntagnachmittag wurden die Leiche und das beschlagnahmte Fahrzeug zu weiteren Ermittlungen abtransportiert.

Detlef Peter Jotzeit (at) (mit dpa)

Quelle: wa.de

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