Psychisch kranker Mann gesteht tödliche Schläge im Altenheim

[UPDATE 16:00] DUISBURG - Ein psychisch schwer kranker Mann hat am Dienstag vor dem Duisburger Schwurgericht gestanden, zwei Frauen in einem Altenheim erschlagen zu haben. Die Hintergründe der Tat sind unklar.

Es passierte mitten in der Nacht. Vor sechs Monaten hat ein psychisch kranker Mann in einem Duisburger Altenheim zwei Frauen erschlagen. Die Tatwaffe war ein abmontierter Bremshebel eines Krankenbettes.

Seit Dienstag steht der 73-Jährige in Duisburg vor Gericht. Er soll in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen werden. Zum Prozessauftakt hat der unter Schizophrenie und Demenz leidende Mann die Tat gestanden. Die Hintergründe sind völlig unklar.

"Überall war Blut"

Es war die Nacht auf den 29. April, als der 73-Jährige plötzlich ausrastete. Seine 76 und 86 Jahre alten Opfer hatten keine Chance. Die Frauen lagen schlafend in ihren Betten, als der Senior auf sie einschlug.

Ein Krankenpfleger, der damals als einer der ersten im Zimmer war, beschrieb seine Eindrücke im Zeugenstand so: "Überall war Blut - an den Wänden, an der Decke, auf dem Boden. Es war so, als ob einer einen Eimer rote Farbe ausgeschüttet hat." Die beiden Frauen hatten durch die Tat schwerste Verletzungen erlitten und waren im Krankenhaus gestorben.

Auch Krankenschwester wurde angegriffen

Eine Krankenschwester, die damals Nachtschicht hatte, hatte ihre Schreie gehört und Alarm geschlagen. Auch sie war von dem 73-Jährigen angegriffen worden. "Er hat mich verfolgt und gewürgt", sagte die 29-Jährige den Richtern.

Die Staatsanwaltschaft geht schon jetzt davon aus, dass der 73-Jährige wegen seiner schweren psychischen Erkrankung schuldunfähig ist. Im Prozess geht es deshalb nicht um eine Bestrafung, sondern nur um die mögliche Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. - lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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