Prozessbeginn am Bonner Landgericht

Vater soll Sohn und Lebensgefährtin ermordet haben

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[Update 11.40 Uhr] Bonn - Mit USB-Kabeln soll ein Vater seinen eigenen Sohn und seine Freundin erdrosselt haben. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte der Frau Geld gestohlen, um seine Spielschulden begleichen zu können. Vor dem Landgericht Bonn hat der Prozess begonnen.

Er soll seine Lebensgefährtin und seinen elfjährigen Sohn getötet haben: Ein 47-jähriger Mann steht seit Montag wegen zweifachen Mordes vor dem Landgericht Bonn. Laut Anklage hat er die 48-Jährige und den Jungen im vergangenen November mit USB-Kabeln erdrosselt. 

Die Staatsanwaltschaft geht von Habgier als Motiv aus: Der spielsüchtige Angeklagte soll 15.000 Euro aus der Bonner Wohnung gestohlen haben, in der die beiden Opfer lebten. Die Morde habe er entweder begangen, um den Diebstahl zu ermöglichen, oder um ihn zu verdecken. 

Die Verteidiger kündigten am ersten Verhandlungstag an, ihr Mandant werde im Prozess vorläufig weder zu seiner Person noch zu den Vorwürfen Angaben machen. 

Bei seiner polizeilichen Vernehmung hatte der 47-Jährige zugegeben, das Geld wegen seiner Spielsucht gestohlen zu haben. Die Morde hatte er jedoch bestritten. 

Der Angeklagte schützte sein Gesicht mit einem Aktenordner vor den Kameras der Journalisten. Einen Antrag der Verteidiger, die Hauptverhandlung für eine Woche zu unterbrechen, weil ihnen die Besetzung des Gerichts nicht früh genug mitgeteilt worden sei, lehnte die Kammer ab. 

Nach der Tat war der Mann zunächst untergetaucht. Drei Tage später konnten Polizisten ihn im Duisburger Rotlichtviertel festnehmen - Duisburg ist der Geburtsort des Angeklagten. Ein Passant hatte ihn wiedererkannt, nachdem die Polizei ein Fahndungsfoto von ihm veröffentlicht hatte. - dpa

Quelle: wa.de

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