Angeklagter schweigt zu Schüssen auf Reiterhof

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Der Angeklagte T. wartet in Essen im Gerichtssaal des Landgerichtes auf den Prozessbeginn.

[UPDATE 17.45 Uhr] ESSEN - Sechs Monate nach einer Schießerei auf einem Reiterhof in Gelsenkirchen muss sich ein 64-Jähriger vor Gericht verantworten. Er soll die Zwillingsschwestern, die den Hof betreiben, mit Bauchschüssen schwer verletzt haben.

Die Staatsanwaltschaft legt ihm vor dem Essener Schwurgericht versuchten Mord zur Last. Zu Prozessbeginn am Donnerstag erklärte der Mann, er wolle sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Er soll früher auf dem Reiterhof Hilfsarbeiten verrichtet haben. Eine der beiden Schwestern sagte den Richtern in ihrer Zeugenaussage: "Wir haben eine Million Schutzengel pro Person gehabt."

Die Tat geschah an einem heißen Julitag, kurz nach der letzten Reitstunde. Die eine der beiden 50-jährigen Schwester saß gerade im Büro des Gelsenkirchener Reiterhofs, als sie niedergeschossen wurde. Kurz darauf legte der Schütze auf ihre zur Hilfe eilende Zwillingsschwester an und verletzte auch sie mit einem Bauchschuss schwer.

Der 64-Jährige ist auf dem Hof ein guter Bekannter. Seit Jahren half er den Schwestern mit Botengängen oder kleineren Hilfsarbeiten. "Mister Mister" ließ er sich gerne nennen - weil es ihm Freude machte, den Stall auszumisten. Warum der alleinstehende Oberhausener damals auf sie geschossen habe, können sich die Schwestern bis heute nicht erklären. "Ich habe keinen Schimmer", sagte die erste Zeugin den Richtern. "Ich würde es gerne wissen, weil es die Verarbeitung ganz sicher leichter machen würde." - dpa

Quelle: wa.de

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