Prozess in Dortmund

Hat Lünenerin (32) Babys qualvoll sterben lassen?

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DORTMUND - Der rätselhafte Tod zweier Kleinkinder wird voraussichtlich im kommenden Jahr das Dortmunder Schwurgericht beschäftigen. Das Gericht wird prüfen, ob die mittlerweile 32-jährige leibliche Mutter ihre beiden Töchter getötet oder zumindest ihren qualvollen Tod in Kauf genommen hat.

Das Amtsgericht Lünen verwies auf Antrag der Staatsanwaltschaft das Strafverfahren an die Dortmunder Spezialkammer für Tötungsdelikte - in Lünen war die Frau "lediglich" wegen Aussetzens der hilflosen Kleinkinder angeklagt.

Eher zufällig war bei einem Wohnungsbrand in der Wohnung der Frau am 5. Dezember 2012 die bereits skelettierte Leiche eines sechs Monate alten Mädchens unter Bergen von Müll gefunden worden. Eine Woche später fanden Helfer beim weiteren Entrümpeln der Messi-Wohnung ein zweites Babyskelett - das Mädchen war lediglich vier Wochen alt geworden. Die Leichen hatten eineinhalb Jahre beziehungsweise acht Monate in der Wohnung ihrer allein erziehenden Mutter gelegen.

Von der Existenz der beiden Mädchens hatte offenbar niemand etwas gewusst, bei der Polizei hatte die Lünenerin angegeben, dass sie die Schwangerschaften verheimlicht und die Geburten auch nicht beim Standesamt gemeldet habe. Auch am Arbeitsplatz scheint niemand etwas bemerkt zu haben - die junge Frau arbeitete während der Schwangerschaft und auch nach den Geburten nahezu regelmäßig in Vollzeit im Einzelhandel.

Hin und wieder traf sie sich für etliche Stunden mit einem Mann im Hotel oder an dessen Wohnort, während in ihrer Lünener Wohnung die Säuglinge unversorgt und hungrig inmitten von Unrat verkümmerten und starben. - mw

Quelle: wa.de

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