Prozess: Mann soll Verlobte mit Küchenhandtuch erdrosselt haben

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Köln - Nach einem nächtlichen Streit soll ein 30 Jahre alter Mann seine Verlobte getötet haben. Ihm wird vorgeworfen, sie mit einem Küchenhandtuch erdrosselt zu haben. Nun steht er vor Gericht.

Er soll seine eigene Verlobte getötet haben: Ein 30 Jahre alter Mann steht seit Donnerstag wegen Totschlags vor dem Kölner Landgericht, weil er seine Verlobte mit einem Geschirrtuch erdrosselt haben soll. 

"Der Angeklagte hat einen Menschen getötet, ohne Mörder zu sein", sagte der Staatsanwalt beim Verlesen der Anklageschrift. Demnach soll der 30-Jährige seiner Verlobten nach einem nächtlichen Streit im Mai ein Küchenhandtuch um den Hals gelegt, die Enden verknotet und kräftig zugezogen zu haben. Die Frau starb. 

Ihre Leiche soll der Angeklagte in einen Teppich und eine Decke im Keller eingewickelt haben.

Bevor der Richter die Verhandlung überhaupt eröffnen und die Anklageschrift verlesen werden konnte, hatten die Rechtsanwälte des Angeklagten beantragt, das Verfahren auszusetzen oder zumindest zu unterbrechen. Sie begründeten diesen Antrag unter anderem mit der vermuteten Befangenheit einer psychiatrischen Sachverständigen. 

Außerdem beklagten sie eine mangelnde Akteneinsicht, die sie bisher nicht vollständig erhalten hätten. 

Nach einer Beratung lehnte der Richter eine Aussetzung des Verfahrens ab und eröffnete die Verhandlung. Der Angeklagte schwieg zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft. Ob er sich im Verlauf des Prozesses äußern werde, ließen seine Anwälte offen, da sie bisher "keine ausreichende Akteneinsicht" gehabt hätten. 

Der Richter unterbrach die Verhandlung, damit die Rechtsanwälte dies nachholen können. Der Prozess wird am kommenden Montag fortgesetzt.

Quelle: wa.de

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