Privatschule darf das Kopftuch-Tragen verbieten

BONN/KÖLN - Eine Kölner Privatschule darf muslimischen Kindern das Tragen eines Kopftuchs im Unterricht verbieten. Anders als an staatlichen Schulen habe eine Privatschule die Freiheit, ihr eigenes Erziehungsziel festzulegen, urteilte das Landgericht Bonn am Mittwoch.

Zwei 13 Jahre alte Mädchen waren nach den Sommerferien aus religiösen Gründen erstmals mit Kopftüchern in die Schule gegangen und erhielten gleich am ersten Tag ein Verbot. Dagegen wollten sie eine einstweilige Verfügung erwirken.

Doch laut Urteil hatten die Eltern mit der Anmeldung der Kinder an der Privatschule auch deren Regeln akzeptiert. Darin hat sich die Schule einer "vollkommenen, ausnahmslosen, weltanschaulichen Neutralität" verschrieben. Das Tragen religiöser Symbole sei deswegen nicht zulässig, betonten die Richter. - lnw

Atenzeichen: LG Bonn 1 O 364/14

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.