Preisverfall beschleunigt Höfesterben - aber so viele Kühe wie nie

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Essen - Der Preisverfall bei Milch und Schweinefleisch beschleunigt das Höfesterben in Nordrhein-Westfalen. Innerhalb eines Jahres gaben 415 Milchviehhalter und 224 Sauenhalter auf.

Damit ging seit Mai 2015 die Zahl der Milchviehhalter um 6 Prozent und die der Sauenhalter um 9,7 Prozent zurück.

 Die Rückgänge beliefen sich in den vergangenen Jahren dem Medienbericht zufolge auf durchschnittlich zwei bis drei Prozent. Allerdings bedeutet das nicht gleichzeitig, dass auch weniger Tiere in den Ställen und auf den Weiden stehen: Im Mai wurden mit 424.000 Kühen so viele wie nie zuvor in Nordrhein-Westfalen gezählt. Binnen zwölf Monaten stieg die Gesamtzahl um etwa 5200. 

Größere Viehbestände seien eine Reaktion der Bauern, um angesichts niedriger Preise das Einkommen zu sichern, sagte der rheinische Bauernpräsident Bernhard Conzen. 

"Der Strukturwandel in der viehhaltenden Landwirtschaft hat sich bedrohlich verschärft", betonte er. 

Als wesentliche Ursachen für den Preisverfall gelten das Russland- Embargo und der Konjunktur-Einbruch in China. Beide Länder sind auf dem Weltmarkt wichtige Abnehmer für Fleisch und Milchprodukte. - dpa

Quelle: wa.de

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