Präparatoren beginnen mit Zerlegung des gestrandeten Pottwals

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Diese Arbeit ist nichts für sanfte Gemüter

STRALSUND - In Ölanzügen haben Präparatoren des Deutschen Meeresmuseums gestern in Stralsund mit der Zerlegung eines Pottwals begonnen. Das Skelett soll für eine Ausstellung im Landesmuseum für Naturkunde in Münster vorbereitet werden.

In einem zwei Meter hohen Knochenberg und umgeben von beißendem Verwesungsgeruch zerlegten die Experten das knapp zwei Tonnen wiegende Skelett zunächst in kleine Pakete und befreiten die Knochen von überschüssigen Fleischresten. So könnten die Fäulnis-Prozesse richtig in Gang kommen, sagte Chef-Präparator Uwe Beese. Manche Helfer haben sich freiwillig gemeldet für diese Knochenarbeit, so wie die Biologie-Studentin Karen-Doreen Barthelmes. Beherzt hantierte sie mit einem großen Fleischmesser, um Muskelgewebe von den langen Knochen zu lösen. Berührungsängste kenne sie nicht, sagte sie. Auch der Gestank sei gar nicht so schlimm. Am besten helfe abends ein Kiefernadel-Bad. „Das holt auch den Geruch aus der Nase.“

Quelle: wa.de

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