Polizisten-Sohn wegen schweren Raubes vor Gericht

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BONN - Der 19-jährige Sohn eines Polizeibeamten steht in Bonn wegen eines besonders brutalen Raubüberfalls vor Gericht. Sein Vater soll die Ermittlungen behindert haben und wurde vom Dienst suspendiert. Zusammen mit dem 19-Jährigen ist sein 29 Jahre alter mutmaßlicher Komplize angeklagt.

Der Prozess vor dem Bonner Landgericht begann am Dienstag, die Anklage lautet auf gemeinschaftlichen schweren Raub und gefährliche Körperverletzung. Am 6. Dezember 2012 soll das Duo in ein einsam im Wald stehenden Haus bei Gummersbach eingedrungen, die Bewohner - einen 86 Jahre alten Mann und seinen 59-jährigen Sohn - aus dem Schlaf gerissen, schwer misshandelt, mit einem Messer bedroht und gefesselt haben. Beide Opfer mussten später in der Klinik behandelt werden.

Die Angeklagten hatten gehofft, 200 000 Euro Beute zu machen, wie sie am ersten Prozesstag gestanden: Es habe das Gerücht gegeben, dass Vater und Sohn den Banken misstrauten und das Bargeld in Tüten im Keller horten sollten. Tatsächlich jedoch machten die Angeklagten nur 1000 Euro Beute. Der 52-jährige Polizeibeamte soll den Raubüberfall seines Sohnes gedeckt, die Ermittlungen behindert und von der Beute, die der Sohn den Eltern gegeben haben will, Heizöl gekauft haben. Gegen den Polizeibeamten wird derzeit noch wegen Strafvereitelung ermittelt. - lnw

Quelle: wa.de

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