Polizist als mutmaßlicher Vergewaltiger vor Gericht

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DÜSSELDORF - Ein Düsseldorfer Polizist soll auf einer Polizeiwache einen hilfesuchenden Mann vergewaltigt haben und muss sich deswegen vor Gericht verantworten. Das Düsseldorfer Landgericht hat für den Fall drei Verhandlungstage angesetzt.

Der Prozess soll an diesem Dienstag beginnen. Der Beamte steht laut Staatsanwaltschaft unter Verdacht, einen Mann, der den Diebstahl seines Fahrrads anzeigen wollte, auf einer Polizeiwache in Düsseldorf vergewaltigt zu haben. Die Vorwürfe waren vor mehr als einem Jahr bekanntgeworden, der Polizist wurde suspendiert.

Während der Aufnahme der Personalien soll der 58-jährige Kommissar den Mann gefragt haben, ob er in der Vergangenheit mit dem Gesetz in Konflikt geraten sei. Er soll dabei den Eindruck erweckt haben, dass gegen den Besucher der Wache ein Haftbefehl vorliegt. Dann soll er ihn in einen Nebenraum gebeten haben, um ihn zu durchsuchen. Der mutmaßliche Geschädigte habe sich nackt ausziehen müssen.

Dann habe der Beamte dem Geschädigten Tabakreste aus dessen Hosentasche vorgehalten und behauptet, dass dies wohl kein Tabak sei. Anschließend habe er dem Anzeigenerstatter eröffnet, dass er verhaftet sei. Wenn er versuche zu fliehen, dürfe er von seiner Dienstwaffe Gebrauch machen. Die Waffe habe er bei sich getragen.

Der Beamte soll dem Mann zusätzlich mit dem Satz eingeschüchtert haben, "was mit einem hübschen jungen Mann wie ihm im Gefängnis passieren würde". Er solle sich etwas überlegen, um ihn umzustimmen. Schließlich habe er den Beamten oral befriedigt, weil er seine Lage als ausweglos empfunden habe. Das mutmaßliche Opfer war später auf einer anderen Wache erschienen und hatte den Beamten angezeigt. - lnw

Quelle: wa.de

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