700 Polizisten im Kampf gegen mobile Täter

[Update 15.30 Uhr] Dortmund/Hamm/Soest - Rund 700 eingesetzte Beamtinnen und Beamte, 2.290 kontrollierte und 77 durchsuchte Fahrzeuge, 2.465 überprüfte Personen, zehn durchsuchte Objekte, sieben Festnahmen, fünf vollstreckte Haftbefehle. Das sind die nackten Zahlen hinter dem gestrigen Kontrolleinsatz der Polizei im Regierungsbezirk Arnsberg.

Unter der Federführung des Polizeipräsidiums Dortmund waren Kräfte aus den Polizeibehörden der Städte Bochum, Hagen und Hamm sowie der Landkreise Unna, Soest, Olpe, Siegen-Wittgenstein, Ennepe-Ruhr-Kreis, Märkischer und Hochsauerlandkreis auf den Straßen und Autobahnen im Einsatz.

In der Zeit von 12 bis 20 Uhr spannte sich ein Netz von mehr als 15 Kontrollstellen über den Regierungsbezirk - bevorzugt auf den Autobahnen und Bundesstraßen sowie an Ein- und Ausfahrtsstraßen in den Städten. Im Visier der Beamten: mobile Straftäter.

Diese Täter machen vor Stadt-, Bezirks-, Landes- und Staatsgrenzen nicht Halt. Sie reisen an, begehen ohne Ortsbezug gleich eine Vielzahl an Taten und verlassen die Tatorte auch umgehend wieder. Dafür spielt ihnen das breit gespannte Netz der Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen gerade auch im Ruhrgebiet in die Karten. "Das ist uns bewusst", sagt Walter Kemper, der Polizeiführer des Einsatzes. "Deshalb ist es wichtig, sie im Rahmen von Kontrollaktionen, wie wir sie gestern durchgeführt haben, bereits auf ihren An- und Abreisewegen zu stören."

Im Blickpunkt stehen für den Kriminaldirektor dabei nicht nur Festnahmen. "Wichtig für uns ist auch das Sammeln von Beobachtungen und Erkenntnissen über die Fahrzeuge der Täter, ihre Rückzugsorte und ihre bevorzugten Reisewege. Dank des durch das nordrheinwestfälische Landeskriminalamt koordinierten MOTIV-Konzepts (MObile Täter Im Visier) werden diese Erkenntnisse behördenübergreifend zugänglich gemacht. Das stellt eine große Hilfe für die Arbeit der jeweiligen örtlichen Ermittler dar."

Konkrete Erfolge gab es am Donnerstag auch in den Nachmittagsstunden weiterhin zu vermelden. In Dortmund stellten die Einsatzkräfte an der Wohnanschrift eines bekannten MOTIV-Täters einen gestohlenen Roller fest. Derzeit wird überprüft, ob der Mann möglicherweise der Dieb ist.

An einer Kontrollstelle auf der Brackeler Straße in Dortmund fanden die Beamten außerdem eine Tasche mit Kupferkabeln und Werkzeug in einem überprüften Pkw. Gegen den Fahrer des Wagens wurde eine Strafanzeige wegen Diebstahls gefertigt. - ots

Quelle: wa.de

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