Polizei wusste vor Sikh-Tempel-Anschlag von geplanten Taten

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Essen/Duisburg  - Vor dem Anschlag auf das Sikh-Gebetshaus in Essen hat die Polizei in NRW einem Medienbericht zufolge Hinweise auf geplante Straftaten der drei Tatverdächtigen bekommen. Die Mutter eines der Jugendlichen habe der Polizei in Duisburg drei Wochen vor dem Anschlag Fotos von Notizen vorgelegt, in denen die drei unter anderem von der "Bekämpfung von Ungläubigen" sprachen.

Das berichten die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwoch) sowie die Sender WDR und NDR. Daraufhin wurden laut Polizei "gefahrenabwehrende polizeiliche Maßnahmen" getroffen. Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge wurden die Notizen aber erst zehn Tage nach dem Anschlag endgültig ausgewertet. 

Ein Sprecher der Polizei Duisburg war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu dem Bericht zu erreichen. Das Innenministerium werde sich von den zuständigen Behörden berichten lassen und wolle den Innenausschuss am 2. Juni ausführlich über den Sachverhalt informieren, sagte ein Sprecher am Abend. Am Montag hatte die Polizei Gelsenkirchen eingeräumt, einem Hinweis auf einen der Täter nicht entschlossen genug nachgegangen zu sein. 

Bei dem Anschlag auf das Sikh-Gebetshaus Mitte April waren drei Menschen verletzt worden. Wenige Tage später nahm die Polizei zwei 16-Jährige mit Kontakten in die Islamistenszene fest. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Anfang Mai kam ein dritter, 17 Jahre alter Jugendlicher in Haft.

dpa

Quelle: wa.de

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