Polizei warnt vor "irischen" Betrügern an A2-Rastplatz

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Lippetal/Uentrop - Bundesweit sind ähnliche Fälle wohl schon häufiger aktenkundig geworden, im Kreis Soest scheint die Masche aber neu zu sein, die ein Autofahrer vor wenigen Tagen auf dem Autohof Strängenbach an der A2-Abfahrt Lippetal/Uentrop erlebte.

Als er auf dem Rastplatz zwischen der Gemeinde Lippetal und dem Hammer Stadtgebiet eine Pause einlegte, hielt plötzlich ein roter Familienvan der Marke Citroen mit britischem Kennzeichen neben ihm an. Einer der drei männlichen Insassen des Wagens sprach den Autofahrer auf Englisch an und erklärte, dass er und seine Begleiter irische Touristen seien, die auf dem Weg nach Hause und kurz zuvor Opfer eines Diebstahls geworden seien. Völlig mittellos, benötigten sie jetzt dringend Hilfe: „Könnten Sie uns Geld leihen?“

Die drei vermeintlichen Iren waren gut gekleidet und wirkten seriös, der angesprochene Autofahrer blieb dennoch skeptisch, und lehnte die Bitte schließlich ab – nachdem ihm sein Gegenüber sogar nahegelegt hatte, doch Bargeld aus dem EC-Automat in der Raststätte zu ziehen und dabei auch die ein oder andere Träne verdrückte.

Polizei kennt derartiges Vorgehen nicht

Die war freilich angesichts der negativen Reaktion seines vermeintlichen Opfers schnell getrocknet – abrupt wurde das Gespräch beendet, mit hohem Tempo verließen die drei Unbekannten in ihrem Wagen den Autohof.

„Wir haben zwar immer wieder Fälle von Betrügern, vorwiegend aus Osteuropa, die besonders an Auffahrten von Autobahnen im Kreisgebiet auf Opfersuche gehen“, erklärte der Pressesprecher der Soester Kreispolizei, Frank Meiske, dazu auf Anfrage, aber ein derartiges Vorgehen sei noch nicht dabei gewesen.

Sein Rat ist klar: „Geben Sie kein Geld, der Autofahrer hat das genau richtig gemacht.“ Wer im Zweifel sei, solle die Polizei anrufen, die sei schließlich dafür da, zu helfen. „Aber meistens sind die vermeintlichen Touristen schnell über alle Berge, sobald sie nur das Wort Polizei hören.

Quelle: wa.de

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