Polizei vor der Tür: Hagener stürzt vom Balkon

+
Symbolbild

Hagen - Die Polizei klingelt an der Wohnungstür, hört den Fernseher laufen, ein Hund bellt. Dann Stille. Weil der 30-Jährige Inhaber die Tür nicht öffnet, lassen die Beamten einen Schlüsseldienst kommen. Tragisch, was sie dann entdecken.

170 Euro. So hoch ist der Betrag, der die Beamten des Hagener Bezirksdienstes zur Wohnung des Mannes führt. Auf amtliche Schreiben, die ihn zur Begleichung des für eine Ordnungswidrigkeit verhängten Bußgeldes aufforderten, hatte der Hagener nicht reagiert. 

Weil die Vollstreckung kleinerer Haftbefehle zu seinen Aufgaben gehört, hatte der Bezirksdienst bereits einige Male an der Wohnungstür des 30-Jährigen geklingelt, mit Verwandten gesprochen. Angetroffen hatten die Beamten ihn bis zu diesem Montagnachmittag nicht. 

Jetzt aber steht sein Wagen in der Straße, und aus der Wohnung in der dritten Etage eines Mehrfamilienhauses ist der Fernseher zu hören. Eine Tür klappert. Ein Hund bellt, verstummt aber schnell wieder. Niemand öffnet. Die Polizisten klopfen, rufen. Wieder sind Geräusche zu hören, doch niemand macht auf. Schließlich rufen die Beamten einen Schlüsseldienst hinzu, der die von innen verschlossene Tür öffnet. 

In der Wohnung liegt der knurrende Hund auf dem Sofa, von dem Bewohner ist nichts zu sehen. Dann blicken die Polizisten vom Balkon in den Innenhof des Mietshauses: Dort liegt der Gesuchte, offenkundig abgestürzt bei dem Versuch, sich vom Balkon zu hangeln. 

Sein Vorhaben, sich dem Zugriff der Polizei zu entziehen, hat der 30-Jährige mit Frakturen in beiden Beinen und einer Platzwunde bezahlt. Er wurde vorsorglich auf der Intensivstation behandelt. 

"Den Ausgang des Vorfalls haben wir uns anders vorgestellt", schreibt die Hagener Behörde in ihrer Pressemitteilung, "die Polizei wünscht dem 30-Jährigen dennoch gute Besserung."

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.