Polizei am Montag im Großeinsatz

Überfall in Warstein: Haushälterin gefesselt und mit Waffe bedroht

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Mit einem Polizeihund wurde der zweite Täter gestellt.

[Update, 16.18 Uhr] Warstein - Das Versteck war gut, aber die Nase von Polizeihund Joker war besser: Gegen 11.30 Uhr endete am Montagvormittag die aufsehenerregende Suche der Polizei nach einem mutmaßlichen Räuber. In einem Holzverschlag in einem Waldstück in der Romecke hatte sich der 24-jährige Albaner verkrochen.

Sein 39-jähriger Komplize war bereits gegen 10 Uhr von Polizeihund Rumba in der Wäster gestellt worden, wo er sich vergeblich hingeflüchtet hatte. Ausgelöst hatte die durch einen in niedriger Höhe fliegenden Helikopter der Hubschrauberstaffel Dortmund unterstützte Suche ein Raub, den das kriminelle Duo gegen neun Uhr in einer Villa am Eulenweg begangen haben soll. 

Dort waren die mutmaßlichen Täter eingedrungen und wurden von der 67-jährigen Haushälterin überrascht.

Geknebelt und an Stuhl gefesselt

Die Maskierten bedrohten die Frau mit einer Schusswaffe, fesselten und knebelten sie an einen Stuhl. Anschließend suchten sie im Haus nach Wertsachen und flüchteten. Die Haushälterin konnte sich relativ schnell befreien und die Polizei informieren, die sofort die Suche nach den Tätern aufnahm.

Den ersten Verdächtigen spürte Rumba in der Wäster unweit des Anglerheims auf, wo er sich versteckt hatte. Der zweite Täter war zu Fuß in Richtung Romeckeweg flüchtig. Dort umstellte die Polizei ein Waldgebiet, Diensthund Joker nahm die Spur des Mannes auf. Er konnte gegen 11.30 Uhr in einem Holzverschlag, den er wohl aufgebrochen hatte, um sich zu verstecken, von dem Hund gestellt und von Beamten festgenommen werden. 

Polizei-Großeinsatz in Warstein

Beide Männer sind der Polizei bekannt und bereits mehrfach wegen Wohnungseinbrüchen in Erscheinung getreten. Sie waren vermutlich aus dem Bereich Remscheid im Bergischen Land nach Warstein angereist.

Die Ermittlungen dauern noch an, Zeugen wurden vernommen und auch die überfallene Frau, die einen Schock erlitten hatte, war vernehmungsfähig. 

Unterstützung aus Soest und Lippstadt

Durch ihren Notruf konnte die Einsatzleitzentrale schnell Kräfte aus Soest und Lippstadt zur Unterstützung der Warsteiner Wache zusammenziehen, binnen Minuten schwebte der Hubschrauber über der Stadt und schien zwischen dem Wohngebiet am Schoren, dem Waldgebiet an der Romecke und dem Stillenberg zu pendeln. 

Der Fahndungserfolg wurde aber am Boden erzielt. Nach den Vernehmungen der Verdächtigten wurde der Staatsanwalt eingeschaltet mit dem Ziel, einen Haftbefehl zu erwirken. Im Raum steht der Vorwurf des schweren Raubes.

Die Ermittlungen dauern an. 

Quelle: wa.de

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