Mutter des toten Babys in Krefeld benötigt Hilfe

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KREFELD - Auch Tage nach dem Fund einer Babyleiche in Krefeld sucht die Polizei fieberhaft nach der Mutter. Die Ermittler glauben, dass sie  dringend auf Unterstützung angewiesen ist.

Nach dem Fund eines getöteten Babys in Krefeld geht die Polizei davon aus, dass die gesuchte Mutter selbst Unterstützung braucht. "Wir möchten nicht nur die Herkunft des Babys klären, diese Frau bedarf auch sicher psychologischer Hilfe, vielleicht auch medizinischer Hilfe", teilte die Krefelder Polizei am Freitag mit.

Eine heiße Spur gab es weiterhin nicht. Das Neugeborene war vor rund zwei Wochen unmittelbar nach der Geburt getötet und im Krefelder Südpark in einer Abfalltüte verscharrt worden. Dem kleinen Mädchen war ein großer Knebel in den Mund gepresst worden. Es sei nun sicher, dass das Kind gelebt habe, erläuterte die Polizei. Es habe nach der Geburt eindeutig geatmet.

Die Polizei appelliert nun an die Mutter und an mögliche Mitwisser, sich zu melden. "Bekannt ist, dass Frauen in solchen Fällen sich an Vertrauenspersonen aus ihrem Umfeld, an Ärzte und Apotheken wenden, weil sie Abstillmittel benötigen oder gynäkologische Beschwerden haben", erläuterte Chefermittler Gerd Hoppmann. "Wenn keine ärztliche Behandlung erfolgt, sind medizinische Probleme nicht auszuschließen." Man suche "ein Mädchen oder eine Frau, die sicher in einer sehr schwierigen Situation war".

Das Baby war in einer durchsichtigen Abfalltüte mit einem Handtuch oberflächlich verscharrt worden. Der Hund einer 50-jährigen Spaziergängerin hatte den Leichnam am Mittwoch aufgespürt. Am Freitag suchte die Polizei noch einmal den Südpark ab. Einen konkreten Anlass dafür habe es aber nicht gegeben.

Die Ermittler untersuchen auch das 75 mal 44 Zentimeter große Frotteehandtusch, in das der Säugling eingewickelt war. Handtücher dieser Art seien von einer Firma aus dem Münsterland auch an Geschäfte in Krefeld geliefert worden. - dpa

Quelle: wa.de

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