Sprengstoff in Dortmund gefunden: Waffennarr festgenommen

[UPDATE 14.30 Uhr] DORTMUND - Erneuter Sprengstofffund in Nordrhein-Westfalen. Diesmal fand die Polizei kleine Mengen eines explosiven Stoffes in einer Dortmunder Wohnung. Zuvor kam es zu einer Festnahme. Die Hintergründe sind unklar.

Die Polizei hat in einer Wohnung in Dortmund Sprengstoff und Waffen entdeckt. Sie geht aber nicht von einem politisch motiviertem Fall aus, wie bei einem Sprengstofffund in Bonn vor einigen Wochen.

Ermittler hatten am Mittwoch in Dortmund einen polizeibekannten Waffennarren festgenommen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung stießen sie auf eine kleine Menge gefährlichen Sprengstoffs und auf Waffen. Wäre der Sprengstoff mit weiteren vorgefundenen Chemikalien vermischt worden, hätte sich eine große Sprengkraft ergeben, berichtete die Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

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Unklar ist, was der 42-jährige Ex-Häftling mit dem Sprengstoff vorhatte. Nach Informationen der "Ruhr Nachrichten" soll er einen Bekannten bedroht haben, der ihn verpfiffen habe. Der Bekannte soll die Polizei eingeschaltet haben. Die Staatsanwaltschaft bestätigte nur, dass es eine Strafanzeige von Außen gegeben habe. Der 42-Jährige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verstoßes gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz.

Spezialisten des Landeskriminalamtes stellten den Sprengstoff am Mittwochabend in der Wohnung in einem Dortmunder Vorort sicher. Beamte in Schutzanzügen brachten nach Angaben von Nachbarn ein kleines Päckchen nach draußen und legten es in eine Metallkugel. Auf einer Freifläche in der Nähe sprengten die Spezialisten den Stoff in die Luft - pünktlich um 20.45 Uhr zum Anpfiff des Champions League-Halbfinales Dortmund gegen Madrid.

Zuletzt hatte die Polizei Mitte März Sprengstoff und Waffen in einer Wohnung in Bonn entdeckt. Sie nahm vier Salafisten fest, die offenbar einen Mordanschlag auf den Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Pro NRW in Leverkusen geplant hatten. In dem Fall ermittelt die Bundesanwaltschaft. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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