Polizei fasst diebischen Obdachlosen aus dem Rheinland

MECHERNICH - Wohl sein Leben lang hat ein Rheinländer mit kleinen Einbrüchen seinen Unterhalt bestritten, vor allem im Sauerland. Jetzt fiel der Mann in Bayern auf.

Ein diebischer Obdachloser aus dem rheinischen Mechernich ist der Polizei in Bayern ins Netz gegangen. Mehr als 100 Einbrüche werden dem 68-Jährigen zur Last gelegt, 70 Taten soll er allein im vergangenen Jahr im Sauerland begangen haben. Das Markenzeichen des Obdachlosen: Er hauste in Erdhöhlen und ging nachts auf Tour. Jetzt erwischte ihn die Polizei in Unterfranken.

Ein Zivilfahnder schnappte ihn im Ort Hammelburg. In der Region und auch in Hessen habe er serienweise Feuerwehrhäuser und Kindergärten heimgesucht und meist kleine Geldbeträge erbeutet. 50 Taten habe er in den vergangenen Monaten dort begangen, berichtete am Freitag die Polizei Unterfranken. Der Mann schweige beharrlich. Allerdings sei die Einbruchserie seit der Festnahme schlagartig abgebrochen.

Wegen ähnlicher Taten saß der Rheinländer schon einmal in Niedersachsen im Gefängnis und wurde 2013 entlassen. Danach soll er im Sauerland auf Tour gegangen sein. Vor einem Jahr nahm ihn die Polizei fest, musste ihn aber mangels Beweisen wieder laufen lassen. In einem Wald bei Olsberg hatte er sich für Monate niedergelassen. Von dort aus schlug er den Ermittlern zufolge in Olsberg, Winterberg und Brilon zu und verschwand dann über Schmallenberg, Arnsberg und Sundern aus NRW, wie Bianca Scheer von der Polizei Meschede sagte. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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