Staatsanwalt fordert vier Jahre Haft für Bonner Terrorhelferin

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Laut Anklage sollen eine Frau der Terrormiliz Kameras und 11.000 Euro beschafft haben.

[UPDATE 14.10 Uhr] Düsseldorf - Im Düsseldorfer Prozess gegen zwei mutmaßliche Helfer der Terrorgruppe "Islamischer Staat" haben die Plädoyers begonnen. Die Staatsanwaltschaft fordert für die geständige Angeklagte vier Jahre Haft.

Die Vertreterin der Bundesanwaltschaft begann am Mittwoch ihren mehrstündigen Schlussvortrag. Zuvor hatte das Gericht die Beweisaufnahme geschlossen.

Die Hauptangeklagte hatte vor dem Ende der Beweisaufnahme ihr Schweigen gebrochen und ein Teilgeständnis abgelegt.

Bonnerin sagte aus

Sie soll der Terrormiliz laut Anklage insgesamt 11 000 Euro sowie mehrere Kameras für Propagandazwecke beschafft haben. Die Frau aus Bonn ist den Ermittlungen zufolge mit einem IS-Terroristen verheiratet. Das Verfahren gegen eine dritte Angeklagte war abgetrennt worden, weil die Frau hochschwanger und nicht mehr verhandlungsfähig war.

Staatsanwalt will langjährige Haftstrafe für Frau

Die 26-Jährige habe die IS-Mitglieder bei der Versorgung mit Waffen und Verpflegung unterstützt, sagten die Vertreter der Bundesanwaltschaft am Mittwoch in ihrem Plädoyer vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht. Für einen Mitangeklagten aus Bonn forderten die Ankläger ein Jahr und neun Monate Haft auf Bewährung. Das Urteil wird voraussichtlich in der kommenden Woche verkündet. - dpa

Quelle: wa.de

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