Personalentscheidungen für NRW

Neuer Regierungssprecher und drei neue Polizeipräsidenten

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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (links) hat in Düsseldorf den neuen Regierungssprecher Christian Wiermer vorgestellt.

Düsseldorf - Ein neuer Regierungssprecher, drei neue Regierungspräsidenten, ein Polizeichef und ein Staatssekretär - das schwarz-gelbe Kabinett des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) hat am Dienstag Personalentscheidungen getroffen. Ein Überblick über die wichtigsten Posten.

REGIERUNGSSPRECHER: Als neuen Sprecher der Regierung berief das Kabinett den bisherigen Chefreporter der Kölner Mediengruppe DuMont Schauberg, Christian Wiermer. Der 35-Jährige verriet, seine CDU-Mitgliedschaft ruhe schon, seit er mit 19 Jahren das Abitur gemacht und anschließend seine journalistische Arbeit aufgenommen habe. "Keine Beiträge bezahlt", witzelte sein neuer Chef, Ministerpräsident Armin Laschet. Beide versicherten, sie wollten offen und gewissenhaft mit den Ansprüchen der Journalisten auf Auskunft umgehen. Anders als sein Vorgänger Thomas Breustedt bekommt Wiermer keinen Staatssekretärsposten. 

REGIERUNGSPRÄSIDENT ARNSBERG: Der schon dreimal wiedergewählte Arnsberger Bürgermeister Hans-Josef Vogel (CDU) wird als Nachfolger von Diana Ewert (SPD) neuer Chef im Regierungspräsidium. Mit dem 1956 in Werl geborenen Juristen bekomme Arnsberg erstmals seit Jahrzehnten einen Regierungspräsidenten, der auch aus dem Sauerland stamme, betonte Laschet. 

REGIERUNGSPRÄSIDENTIN DÜSSELDORF: Neue Chefin und Nachfolgerin von Annemarie Lütkes (Grüne) in Düsseldorf wird die bisherige Polizeipräsidentin im Bergischen Städtedreieck, Birgitta Radermacher (CDU). Sie war früher als Rechtsanwältin für Familienrecht in ihrer Heimatstadt Köln tätig und sammelte viele Jahre kommunalpolitische Erfahrung in der Domstadt und in Siegen. 

REGIERUNGSPRÄSIDENTIN MÜNSTER: In der Westfalen-Metropole rückt die Nummer 2 an die Spitze. Die bisherige Vizepräsidentin Dorothee Feller löst Reinhard Klenke (CDU) ab, der Ende August in den Ruhestand tritt. Die Juristin wurde 1966 in Dorsten geboren. Das "Eigengewächs der Bezirksregierung" sei bereits seit 1996 für die Behörde tätig, unterstrich Laschet. 

REGIERUNGSPRÄSIDENTIN KÖLN: Die SPD-Politikerin Gisela Walsken bleibt Behördenchefin in der Domstadt. Die 59-jährige Duisburgerin genieße über Parteigrenzen hinweg hohe Anerkennung, lobte Laschet. Zahlreiche Bürgermeister hätten darum gebeten, die bewährte Regierungspräsidentin im Amt zu belassen. Er wolle der guten Tradition entsprechen, auch der Opposition einen Regierungspräsidentenposten zu lassen, betonte Laschet. Er halte das für sinnvoll. "Regierung ist immer die Opposition von morgen." 

REGIERUNGSPRÄSIDENTIN DETMOLD: Die FDP-Politikerin Marianne Thomann-Stahl bleibt Regierungspräsidentin in Ostwestfalen-Lippe. Die 63-jährige Volkswirtin hat das Amt bereits seit 2005 inne und war 2010 nicht von der rot-grünen Regierung ausgewechselt worden. 

STAATSSEKRETÄR: Das Kabinett billigte zudem den Vorschlag des Ministerpräsidenten, den promovierten Historiker Mark Speich zum neuen Staatssekretär beim Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Medien zu berufen. Die Anzahl der Staatssekretärsposten ist mit zwölf ebenso hoch wie bei der rot-grünen Vorgängerregierung. 

POLIZEIPRÄSIDENT KÖLN: Schließlich segnete das Kabinett eine letzte Peronalie ab: Der Direktor des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen, Uwe Jacob, wird neuer Polizeipräsident von Köln. Laschet lobte den 61-Jährigen als "aus der Polizeiarbeit gewachsene Persönlichkeit". Als LKA-Chef hatte Jacob früher als andere die Gefährlichkeit des islamistischen Terroristen Anis Amri erkannt und zu Maßnahmen gedrungen. - dpa

Quelle: wa.de

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