Pendlerland NRW: Jeder Zweite arbeitet nicht im Wohnort

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Jeder zweite Erwerbstätige in NRW arbeitet nicht in seinem Wohnort.

Düsseldorf - Fast jeder Zweite der knapp neun Millionen Berufstätigen in Nordrhein-Westfalen verdient sein Geld nicht am Wohnort, sondern fährt mit Auto, Bus oder Bahn zur Arbeit. Durchschnittlich knapp 20 Kilometer ist er oder sie morgens unterwegs. Dabei ist die Fahrt oft mit Stress verbunden. Staus, Streiks und schlechtes Wetter bremsen die Pendler zunehmend aus.

Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes arbeiteten 2015 demnach 4,42 Millionen Berufstätige in der Heimat, weitere 4,53 Millionen dagegen pendelten in eine andere Stadt.

Hauptstadt der Einpendler bleibt Holzwickede (Kreis Unna), rund 84,5 Prozent der dortigen Erwerbstätigen kommen aus einer anderen Stadt. Die meisten "Auspendler" haben Alfter und Rheurdt mit je 83,3 Prozent.

Wer dagegen in Münster wohnt, arbeitet oft auch dort - nur rund jeder vierte Münsteraner pendelt. Das ist der niedrigste Wert aller 396 Städte und Gemeinden in NRW, teilte das Landesamt Information und Technik Nordrhein-Westfalen am Mittwoch mit.

Ob per Fahrrad, Bus, Bahn oder Auto - im Durchschnitt legt ein Pendler 19,7 Kilometer auf dem Weg zur Arbeit zurück. Frauen sind dabei zwei Kilometer weniger unterwegs. Vor allem die Autofahrer müssen Geduld haben: Nach Zahlen des ADAC gab es auf den Autobahnen in NRW 2016 einen Staurekord, weil immer mehr Autos und Lastwagen unterwegs sind, außerdem sind die Fahrbahnen marode, Baustellen versperren die Straßen. - dpa

Quelle: wa.de

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