2020 soll alles fertig sein

Pedaletreten im Pott - Radschnellweg Ruhr wächst 2017 weiter

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Essen - In den nächsten vier Jahren könnte der Radschnellweg Ruhr komplett ausgebaut sein. 2017 kommen bereits weitere Kilometer hinzu. Die Förderung für den Ausbau hat sich deutlich verbessert.

Deutschlands größtes Radweg-Projekt, der Radschnellweg Ruhr (RS1), wird 2017 deutlich ausgebaut. Derzeit sind nach Angaben der Regionalverbandes Ruhr (RVR) rund 35 Kilometer in Bau oder Planung. 

Im Endstadium soll die Radautobahn 101 Kilometer lang sein und zwischen den Städten Duisburg und Hamm quer durch das Ruhrgebiet verlaufen. Bis 2020 soll alles fertig sein. 

Ein erstes zehn Kilometer langes Teilstück im Kerngebiet zwischen Essen und Mülheim ist seit 2015 in Betrieb und wird jetzt in Richtung Duisburg und Bochum verlängert. Gleichzeitig wird ein 20 Kilometer langes Teilstück östlich von Dortmund im Kreis Unna angegangen. 

In Bochum und Dortmund sind die Planer noch nicht so weit. Dort muss noch die endgültige Streckenführung festgelegt werden. Der Schnellweg führt von Duisburg über Mülheim, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund und Unna nach Hamm. 

Die Strecke soll weitgehend kreuzungsfrei, durchgehend beleuchtet und winterfest sein. Mehr als 92 Prozent der Strecke werden auf Bahntrassen oder Betriebswegen gebaut. Ziel ist ein vier Meter breiter Radweg und ein parallel verlaufender zwei Meter breiter Fußweg. Das RS1 soll es vor allem Pendlern ermöglichen, per Rad schnell zur Arbeit zu kommen. 

Sicher ist die komplette Fertigstellung innerhalb der nächsten vier Jahre nicht. "Bis 2020 hoffen wir einen großen Teil des Radschnellweges realisiert haben", sagte eine Verbandssprecherin. Bei der Finanzierung des 184 Millionen teuren Gesamtprojekts wird den Kommunen geholfen. Das Land hat im November beschlossen, Radschnellwege den Landstraßen gleichzusetzen und damit außerhalb der Städte für die Strecke aufzukommen. 

Städte über 80.000 Einwohner übernehmen ihren Abschnitt selbst. Es sind aber hohe Zuschüsse der öffentlichen Hand vorgesehen. Insbesondere plant der Bund ein spezielles Förderprogramm.

Quelle: wa.de

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