Orkantief tobt in NRW

Sturmschäden lösen Chaos im Zugverkehr aus

Alle Züge verspätet: So sah am Montagnachmittag die Abfahrtstafel am Hammer Hauptbahnhof aus.

[UPDATE 17.03 UHR] NRW - Umgestürzte Bäume, abgerissene Schilder und Dachziegel - der Herbst ließ zum ersten Mal die Muskeln spielen. Es gab Tote und Verletzte. Im Bahnverkehr herrscht Chaos.

Der erste große Herbststurm hat zwei Menschen in Nordrhein-Westfalen am Montag das Leben gekostet. Ein Baum erschlug in Gelsenkirchen einen Autofahrer und einen minderjährigen Beifahrer. Landesweit wurden mehrere Menschen verletzt. Der Sturm fegte Bauschilder, Mülltonnen und Dachziegel weg und legte Bäume um. Flüge fielen aus und es gab Behinderungen im Bahnverkehr.

Chaos im Zugverkehr

Im NRW-Zugverkehr kommt es wegen umgestürzter Bäume und Ästen in den Oberleitungen zu langen Verspätungen. Viele Verbindungen fallen komplett aus. Am Hammer Hauptbahnhof verspäten sich die Fernzüge bis zu drei Stunden.

Große Probleme gibt es auch im Eurobahn-Netz. Aktuell sind folgende Strecke gesperrt: Dortmund-Wanne-Eickel (RE3), Viersen-Venlo (R13) und Paderborn-Soest (RB89). "Ein Ende der Unwetterschäden ist leider noch nicht absehbar", heißt es in der Meldung der Eurobahn.

Hier können Sie beim Abfahrtsmonitor der Bahn sehen, welche Züge verspätet sind.

Informationen der Eurobahn.

Am Flughafen Düsseldorf fielen nach Angaben einer Sprecherin 14 Flüge aus - wegen der Stürme an den Start- und Zielflughäfen in Sylt, Paris, London und Amsterdam. Am Flughafen Köln/Bonn wurde ein Flug nach Amsterdam gestrichen

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Viel Glück hatten zwei junge Frauen in Rheinbach (Rhein-Sieg-Kreis). Dort stürzte ebenfalls während der Fahrt ein Baum auf ihr Auto. Die Feuerwehr befreite die 18 und 19 Jahre alten Frauen. Beide wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Mit Schnittwunden kam im Kreis Kleve ein Autofahrer davon, den eine Windbö von der Straße geweht hatte. In Düsseldorf wurden zwei Fußgänger von einer umstürzenden Plakatwand verletzt. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht.

Der Krefelder Zoo hatte wegen des Sturms sicherheitshalber geschlossen und seine Raubkatzen eingesperrt. Tatsächlich fiel bei dem Sturm ein Baum um. "Das Nashorn hat sich über Frischfutter gefreut", sagte Zoo-Sprecherin Petra Schwinn.

Windgeschwindigkeiten über 90 km/h

Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia erreichte Orkantief "Christian" in NRW eine Spitzengeschwindigkeit von 102 Stundenkilometern in Zülpich in der Voreifel. In NRW lagen die Windgeschwindigkeiten vielfach bei über 90 Stundenkilometern.

Schon am Sonntag hatte starker Wind einen Segler das Leben gekostet. Der 45-Jährige war auf dem Liblarer See in Erftstadt bei Köln gekentert. Nach der Wiederbelebung starb der Mann in der Klinik. Sein 15 Jahre alter Begleiter wurde gerettet. - dpa/WA

Quelle: wa.de

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