Wetterdienst warnt weiterhin vor heftigen Sturmböen

Sturmtief "Burglind" verursacht in NRW insgesamt 1500 Einsätze

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In Selm sprang dieser Regionalzug teilweise aus den Schienen.

[Update 15.52 Uhr] NRW - Trotz der teils orkanartigen Böen ist NRW bei Sturmtief "Burglind" vergleichsweise glimpflich davongekommen. Drei Menschen seien bei witterungsbedingten Verkehrsunfällen schwer verletzt worden, teilte das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste am Mittwoch in Duisburg mit. Viel Arbeit für Polizei und Feuerwehr gab es trotzdem: Mehr als 1500 Mal wurden die Einsatzkräfte etwa wegen umgestürzter Bäume oder überschwemmter Straßen alarmiert. 128 Unfälle habe es durch den Sturm gegeben.

Sturmtief "Burglind" hat in NRW für Schäden und massive Probleme im Bahnverkehr gesorgt. Bäume stürzten auf Schienen und Oberleitungen. Feuerwehr und Polizei waren im Dauereinsatz. Die heftigen Orkanböen sind zwar vorbei - trotzdem warnt der Deutsche Wetterdienst weiterhin vor Sturmschäden. Noch bis zum Abend seien starke Regenfälle und Sturmböen bis Windstärke 10 möglich. Für ganz NRW gilt weiterhin Warnstufe 2, bei der vor entwurzelten Bäumen und herumgewirbelten Dachziegeln gewarnt wird.

In Selm im südlichen Münsterland konnte der Lokführer einen Regionalzug nicht mehr rechtzeitig vor einem umgestürzten Baum zum Stehen bringen. Der Zug prallte auf den etwa 50 Zentimeter dicken Stamm, sprang aus den Schienen und rutschte dann noch etwa 120 Meter weiter. Verletzt wurde nach Angaben der Bundespolizei niemand. Es waren rund 70 Fahrgäste im Zug. Die Feuerwehr holte sie nach und nach aus dem demolierten Fahrzeug. Sie sollten mit Bussen fortgebracht werden.

Weil Bäume auf Gleise und in Oberleitungen stürzten, kam es im Bahnverkehr in ganz NRW zu Ausfällen und langen Verspätungen. Rund um Aachen war der Bahnverkehr besonders stark beeinträchtigt. Einige Regionalbahnen auf der Pendlerstrecke zwischen Aachen und Herzogenrath fielen wegen eines Baums im Gleisbett aus. 

Sturmtief "Burglind" verursacht Schäden in NRW

Die Regionallinie zwischen Aachen und Düsseldorf musste in beide Richtungen umgeleitet werden. Auch auf der stark befahrenen Strecke von Aachen nach Köln gab es massive Einschränkungen. Andernorts standen die Bahnen ebenfalls wegen entwurzelter Bäume oder Oberleitungsstörungen still oder verspäteten sich. 

Betroffen waren unter anderem Reisende zwischen Köln und Lüdenscheid sowie am Flughafen Düsseldorf und am Köln/Bonner Flughafen

Als erstes hatte Sturmtief "Burglind" am Morgen den Südwesten Nordrhein-Westfalens getroffen. In der Städteregion Aachen seien die Einsatzkräfte wegen umgestürzter Bäume, herabgefallener Äste und umherfliegender Mülltonnen im Dauereinsatz gewesen, teilte die Polizei mit. Zwischen 5.00 Uhr und 5.50 Uhr seien 250 Notrufe wegen des Unwetters eingegangen. 

Polizisten beseitigen in Köln einen umgestürzten Baum von einer Straße.

In der Kölner City legte das Unwetter viele Straßenbahn-Verbindungen lahm. Dort kam es zu Schäden an den Fahrleitungen im gesamten Stadtgebiet, wie die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) meldeten. 

Entwurzelte Bäume beschäftigten auch andernorts Polizei und Feuerwehr im Land. Ein Baum stürzte beispielsweise auf die Autobahn 59 bei Duisburg in Fahrtrichtung Düsseldorf. Er landete laut Polizei auf dem rechten Standstreifen und ragte gut zwei Meter auf die Fahrspur. 

Im Rheinisch-Bergischen Kreis ging auf mehreren Fahrspuren nichts mehr, wie die Polizei mitteilte. In Lügde im Kreis Lippe stürzte ein umfallender Baum auf ein vorbeifahrendes Fahrzeug und beschädigte es an der Beifahrerseite. Verletzt wurde niemand. 

In Essen und Mülheim standen laut Polizei Straßen unter Wasser, Gegenstände flogen umher. - dpa

Quelle: wa.de

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