"Oma Gertrud" tot - Verfahren gegen Schwarzfahrerin beendet

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WUPPERTAL - Die als notorische Schwarzfahrerin bundesweit bekanntgewordene "Oma Gertrud" aus Wuppertal ist tot. Das teilte eine Sprecherin des Wuppertaler Amtsgerichts am Montag mit.

Ein Richter hatte die einschlägig vorbelastete 87-Jährige im vergangenen Jahr nach neun Tagen Untersuchungshaft auf freien Fuß gesetzt. Das Strafverfahren wurde später unterbrochen, um die Verhandlungs- und Schuldfähigkeit der Seniorin zu klären. Mit dem Tod der alten Dame sei es nun beendet, teilte das Gericht mit.

"Oma Gertruds" Fall hatte bundesweit eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst und eine Diskussion über den Sinn von Gefängnisstrafen in Fällen wie ihrem. Zahlreiche Bürger hatten sich gemeldet, um die 87-Jährige, die ihre Geldstrafe nicht zahlen konnte, freizukaufen und ihr die Haft zu ersparen.

Keinem der beteiligten Beamten sei die Festnahme der alten Dame leicht gefallen, hatte ein Sprecher der Bundespolizei berichtet - und damit auf den Fall aufmerksam gemacht. Ein Amtsrichter hatte später ebenfalls bemerkt, dass er den Haftbefehl "schweren Herzens" erlassen habe.

Die rot-grüne Landesregierung Nordrhein-Westfalens will in diesem Zusammenhang eine bundesweite Reform der Strafgesetzgebung anstoßen. In entsprechenden Fällen sollen Richter als Strafe künftig auch gemeinnützige Arbeit verhängen können. - dpa/lnw

Quelle: wa.de

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