Ohne Letizia...

Spaniens König Felipe besucht Ostwestfalen

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An diesem Montag kommt das spanische Monarchenpaar Felipe und Letizia zu seinem ersten offiziellen Besuch nach Deutschland. Am Dienstag reist der König ohne seine Frau weiter nach Ostwestfalen.

BIELEFELD - König Felipe VI. hat das angekratzte Image der Monarchie in Spanien aufgebessert. Königin Letizia ist ihm dabei eine wertvolle Hilfe. An diesem Montag kommt das Monarchenpaar zu seinem ersten offiziellen Besuch nach Deutschland. Am Dienstag reist der König ohne seine Frau weiter nach Ostwestfalen.

Jung, gut aussehend und bürgernah: König Felipe VI. und Königin Letizia repräsentieren das neue Gesicht der spanischen Monarchie. Beim ersten offiziellen Deutschland-Besuch des Königspaars an diesem Montag werden die Berliner allerdings nur wenige Möglichkeiten haben, Felipe (46) und Letizia (42) persönlich zu sehen. Die größte Chance dürfte sich bieten, wenn das Monarchenpaar zusammen mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) das Brandenburger Tor besichtigt.

Der königliche Besuch wird eher einen protokollarischen Charakter haben. Felipe und Letizia werden vor allem den Repräsentanten des deutschen Staates ihre Aufwartung machen. Sie werden im Schloss Bellevue von Bundespräsident Joachim Gauck empfangen und dort mit dem deutschen Staatsoberhaupt zu Mittag essen. Das Königspaar wird das Berliner Rathaus besuchen und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU) treffen. Am Abend steht ein Empfang in der spanischen Botschaft auf dem Programm.

Damit geht für Letizia der Besuch bereits zu Ende. Der König wird am Dienstag ohne seine Frau nach Ostwestfalen reisen. Dort will er in Bielefeld ein spanisches Unternehmen und in Gütersloh den Sitz des Bertelsmann-Konzerns besuchen.

Die Visite ist Teil einer Serie von Antrittsbesuchen des Monarchen, der im Juni nach der Abdankung seines Vaters Juan Carlos (76) zum König gekrönt worden war. Seither besuchten Felipe und Letizia in Europa den Vatikan, Portugal, Frankreich, die Benelux-Staaten und Italien.

"Eine erneuerte Monarchie für eine neue Zeit": Mit dieser Devise war Felipe die Nachfolge des Vaters angetreten, der nach mehr als 38 Jahren auf den Thron verzichtet hatte. Zusammen mit Letizia machte er sich daran, das von Skandalen angekratzte Image des Königshauses wieder aufzubessern. Das Paar suchte den Kontakt zur jungen Generation in Spanien, die der Monarchie eher skeptisch gegenübersteht. Letizia lässt sich häufig mit einfachen Bürgern fotografieren, was ihr den Spitznamen "Königin der Selfies" einbrachte.

Nach knapp einem halben Jahr im Amt erhielt das Königspaar in den spanischen Medien fast durchweg gute Noten. Die Debatte, ob Spanien die Monarchie abschaffen und eine Republik werden soll, ist weitgehend verstummt. Felipe gab beim UN-Klimagipfel und in der UN-Vollversammlung im September ein gelungenes Debüt auf der Bühne der Weltpolitik ab.

Letizia ist dabei, ihre Aufgabengebiete zu erschließen. Dies ist kein leichtes Unterfangen, denn in der spanischen Verfassung steht nichts darüber, worin die Rolle der Königin besteht. Letizia trat in Rom als Rednerin auf einer Konferenz der Welternährungsorganisation (FAO) auf und ehrte ehrenamtliche Helfer auf Mallorca.

Auf der Lieblingsinsel der Deutschen leistete sie zudem eine Art von Wiedergutmachung. "Ich fühle mich auf Mallorca wie zu Hause", betonte sie. Damit versuchte die einstige Fernsehjournalistin, die Sympathien der Mallorquiner zurückzugewinnen, die nicht vergessen haben, dass Letizia im Sommer 2013 - damals noch als Prinzessin - sich auf der Mittelmeerinsel ziemlich missgelaunt gezeigt hatte. - dpa

Quelle: wa.de

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