Gasbohrungen in NRW möglich

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Garrelt Duin

DÜSSELDORF/DORTMUND - Gasbohrungen in Nordrhein-Westfalen sind für Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) kein Tabu. "Zu sagen "Nichts geht mehr" ist in einem Industrieland nicht vernünftig", sagte Duin in einem Interview. Er wolle nicht ausschließen, dass in zehn Jahren Gas in NRW gefördert werde.

Skeptisch äußerte sich der Wirtschaftsminister zum Einsatz der umstrittenen Fracking-Technologie bei solchen Bohrungen, wie sie der Konzern ExxonMobil erproben will. "Es gibt eine klare Verabredung, dass wir unser Gutachten zu möglichen Risiken für Mensch und Umwelt abwarten, das im September erscheinen wird. Über Erkundungsbohrungen, die ohne Fracking auskommen, wird man dann aber sicher wieder entscheiden können."

Das Gutachten der Landesregierung war ursprünglich für Mitte des Jahres angekündigt worden. Bis zur Vorlage der Studie verbietet ein Erlass des Landes der Bezirksregierung Arnsberg als zuständiger Bergbaubehörde, über geplante Fracking-Vorhaben zu entscheiden.

Bei der Bohrmethode werden giftige Chemikalien eingesetzt, um Gas aus tiefen Gesteinsporen zu lösen. Pläne des Energieriesen ExxonMobil, Fracking unter anderem im Münsterland zu erproben, sorgen in NRW seit langem für Proteststürme von Bürgern und Politikern.

Ein Expertengutachten, das der Konzern selbst in Auftrag gegeben hatte, hatte der Technologie im Frühjahr dieses Jahres Risiken bescheinigt. Unter hohen Auflagen sei sicheres Fracking aber möglich, so das Ergebnis der Studie. - dpa

Quelle: wa.de

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