Corona-Neustart 

Verkaufsoffener Sonntage kommen wieder - Landesregierung erlaubt zusätzliche Termine

So leer wie im Lockdown werden die Innenstädte bald nicht mehr sein: Die Landesregierung hat weitere verkaufsoffene Sonntage angekündigt.
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So leer wie im Lockdown werden die Innenstädte bald nicht mehr sein: Die Landesregierung hat weitere verkaufsoffene Sonntage angekündigt. Symbolbild.

Es wird bald wieder verkaufsoffene Sonntage geben. Das zumindest machte die Landesregierung klar. In Nordrhein-Westfalen sind Zusatz-Termine geplant.

  • Verkaufsoffene Sonntage sind durch die Verbote der Anti-Coronavirus-Maßnahmen eigentlich abgesagt.
  • Jetzt will die NRW-Landesregierung zusätzliche Termine erlauben.
  • Damit soll der Handel im zweiten Halbjahr 2020 gestärkt werden.

NRW - Verkaufsoffene Sonntage sind in NRW beliebt, seit der Corona-Pandemie jedoch nicht mehr erlaubt. Das soll sich nun ändern.

Laut der Landesregierung NRW sollen Geschäfte im zweiten Halbjahr 2020 die Möglichkeit bekommen, wieder sonntags zu öffnen - und zwar an bis zu vier weitere Termine. So berichtet es wa.de*.

NRW-Wirtschaftsministerium

Landesminister

Andreas Pinkwart 

Partei

FDP

Zuständigkeiten

Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie

Sitz

Düsseldorf

Verkaufsoffener Sonntag in NRW: Regierung erlaubt weitere Termine

Bei einer Pressekonferenz sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP), dass eine entsprechende Verwaltungsvorschrift erlassen werden soll. Demnach sollen die verkaufsoffenen Sonntage wieder Kunden in die Innenstädte ziehen.

Das NRW-Wirtschaftsministerium um Minister Andreas Pinkwart legte am Donnerstag, 9. Juli, einen Runderlass zu den verkaufsoffenen Sonntagen vor. Er sagte: "Dem Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen wollen wir die Chance bieten, die Pandemie-bedingten Umsatzausfälle zumindest zum Teil auszugleichen. Deshalb geben wir den Kommunen die Möglichkeit, dieses Jahr bis zu vier verkaufsoffene Sonn- und Feiertage festzulegen." 

In der Corona-Krise hatte die NRW-Landesregierung Ordnungsbehörden der Städte und Kreise dazu aufgefordert, Großveranstaltungen abzusagen. Damit ist den verkaufsoffenen Sonntagen die Grundlage entzogen; es braucht laut Ladenöffnungsgesetz immer einen Anlass wie ein Stadtfest oder einen Markt, um am Sonntag die Geschäfte zu öffnen.

Verkaufsoffene Sonntage: Situation in den Niederlanden lockerer als in NRW

In den Niederlanden, in denen der Umgang mit verkaufsoffenen Sonntagen lockerer ist als in NRW, wurden ebenfalls größere Veranstaltungen abgesagt, sodass die beliebten Shopping-Ausflüge nach Holland ausfallen mussten. 

NRW-Minister Pinkwart sagte, dass die neuen Pläne über verkaufsoffene Sonntage mit den Kirchen und Gewerkschaften besprochen worden seien. Es gab jedoch Kritik von Verdi an den Plänen.

Eigentlich sind die Regeln für verkaufsoffene Sonntage in NRW streng. Das NRW-Ladenöffnungsgesetz erlaubt höchstens acht nicht unmittelbar aufeinanderfolgende Öffnungstage an Sonntagen im Zusammenhang mit Festen, Märkten, Messen oder ähnlichen Veranstaltungen. An verkaufsoffenen Sonntagen dürfen die Geschäfte für höchstens fünf Stunden öffnen. Die übliche Öffnungszeit ist von 13 bis 18 Uhr. - *wa.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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