NRW-Universitäten: Guter Start für die Erstis

DÜSSELDORF - Geht das gut mit dem doppelten Abi-Jahrgang an den Universitäten? Der Start ins Semester ist gelungen, meinen die Rektoren der NRW-Unis. Aber der Andrang werde künftig hoch bleiben. Rund 65.000 Erstis sind ins Universitätsleben gestartet - so viele wie nie zuvor.

Die Universitäten in NRW sind zufrieden mit dem Studienbeginn des doppelten Abiturjahrgangs an den Universitäten. Rund 65 000 junge Leute studieren dort im ersten Semester - so viele wie nie zuvor. "Das zuvor oft prophezeite Schreckensszenario ist nicht eingetroffen", erklärte Prof. Ursula Gather, Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz und Rektorin der Technischen Universität Dortmund.

Für einen guten Start habe man sich lange vorbereitet und große Anstrengungen unternommen, ließen die Rektoren der 15 NRW-Universitäten wissen: Es seien mehr Studienplätze geschaffen, Gebäude angemietet und zusätzliches Lehrpersonal eingestellt worden. Für die zusätzlichen Studienplätze bekommen die Unis befristet Geld. Da aber insgesamt mehr junge Leute studieren als früher, rechnen die Rektoren weiter mit einer hohen Zahl von Studenten und fordern eine entsprechende Finanzierung.

An allen Universitäten, Hochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen in Nordrhein-Westfalen waren im laufenden Wintersemester 673 000 junge Leute eingeschrieben. Das sind 4,4 Prozent oder 28 000 mehr als zuvor - ein Höchststand, berichtete das Düsseldorfer Wissenschaftsministerium.

Auch die zwölf Studentenwerke an NRW-Hochschulen merken, dass ihre Angebote gefragt sind. An den Mensen, wo die jungen Leute Getränke und warmes Essen kaufen, ist der Andrang groß. "Schlangen kann man aber nicht immer vermeiden", meinte Helga Fels, die Referentin der Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerke NRW in Bielefeld. An einigen Standorten werde inzwischen ein zusätzliches Abendessen angeboten. In Paderborn etwa habe man sehr guten Erfolg damit.

Die Mensen bieten seit ein paar Monaten auch "to go"-Produkte für eilige Studenten an: ein Getränk im Becher, ein Sandwich auf die Hand. "Die Studenten finden es gut", meinte Fels.

Studentenwerke betreiben auch Wohnheime - die 37 000 Plätze sind komplett belegt. Bis Ende 2014 steigt die Zahl auf 39 500. "Die Wartelisten sind in diesem Jahr vergleichsweise sehr lang", berichtete die Vertreterin der Studentenwerke. Mit zwei bis drei Wartesemestern müsse man vielerorts rechnen. Die durchschnittliche Warmmiete in den Häusern der Studentenwerke beträgt landesweit 224 Euro.

Die Aufrufe an private Vermieter, Zimmer zu vermieten, hatten Erfolg, berichten die NRW-Studentenwerke. Auch die Aktion in Münster, wo ein Student aus Protest gegen Wohnungsmangel im Schaufenster eines Kaufhauses übernachtete, habe erkennbar aufmerksam gemacht. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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