Zahl der Aids-Toten in NRW 2013 gestiegen

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[UPDATE 15 Uhr] Doe Zahl der Aids-Toten in NRW ist 2013 leicht gestiegen. Neu infiziert haben sich dagegen weniger Menschen als im Jahr davor. Auch wenn Fortschritte in der Prävention bestehen, haben Erkrankte mit Vorurteilen und Ausgrenzung zu kämpfen.

Im vergangenen Jahr sind 119 Menschen in Nordrhein-Westfalen an Aids gestorben. Das sind elf registrierte Fälle mehr als 2012, wie das Statistische Landesamt NRW am Freitag mitteilte. Die Zahl der Neuinfektionen ist dagegen gesunken: Etwa 660 Menschen haben sich im vergangenen Jahr in NRW neu mit dem Virus angesteckt, rund 90 weniger als 2012, wie das Gesundheitsministerium unter Berufung auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts mitteilte.

Insgesamt leben nach diesen Angaben derzeit rund 18.000 Menschen mit dem HIV-Virus in Nordrhein-Westfalen. Im Durchschnitt wurden die Erkrankten im vergangenen Jahr 52,7 Jahre alt. Vor zehn Jahren lag das durchschnittliche Alter der Aids-Toten noch bei 48,3 Jahren, teilte das statistische Landesamt NRW mit.

Vor dem Welt-Aids-Tag am 1. Dezember stellte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) fest, die Lebensperspektive von HIV-Infizierten habe sich zwar dank erfolgreicher Behandlungsmethoden deutlich verbessert. Dennoch sei die Krankheit noch immer weitgehend ein gesellschaftliches Tabu. Falsche Vorstellungen und Vorurteile führten immer wieder dazu, dass Menschen mit HIV-Erkrankung auf Ablehnung stießen. Steffens forderte daher einen "offenen und vorurteilsfreien Umgang mit dem Thema HIV und Sexualität".

Auch die Aidshilfe NRW betonte die Wichtigkeit von Aufklärung in Bezug auf die unheilbare Krankheit: "Wenn wir den Schutz vor HIV wirksam machen wollen, müssen wir gerade jene schützen, die nicht (...) den Erwartungen der Gesellschaft entsprechen können oder wollen", stellte Arne Kayser, Vorsitzender der Aidshilfe NRW, in einer Pressemitteilung fest. - lnw

Quelle: wa.de

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