Verwahrlost und verlassen

NRW: Polizei findet Schlangen und Katzen in Wohnung – Rätsel um Besitzerin

Die Polizei hat in einer Wohnung in Hamm (NRW) zahlreiche verwahrloste Gifttiere und andere Lebewesen gefunden. Doch wo ist die Besitzerin?

Hamm – Dieser Fund hat die Beamten der Polizei Hamm (NRW*) nicht nur überrascht, sondern auch zum Staunen gebracht, wie RUHR24* berichtet. In einer Wohnung fanden sie Schlangen, Spinnen, Skorpione und Katzen – aber keine Besitzerin.

BundeslandNRW
StadtHamm
PolizeieinsatzVerwahrloste Tiere in Wohnung

NRW: Polizei Hamm macht schlimmen Fund – verwahrloste Schlangen, Spinnen und Katzen in Wohnung

Angeblich habe es den Verdacht eines Unglücksfalls gegeben. Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei haben daraufhin am Mittwoch (28. Juli) gegen 17 Uhr die Wohnung eines Mehrfamilienhauses aufgebrochen. Die eigentliche Bewohnerin haben sie anschließend aber nicht gefunden.

Auffällig sei jedoch ein seltsamer Geruch gewesen, der aus der Wohnung der 29-jährigen Mieterin kam. Der Fund: Zahlreiche Tiere, unterversorgt, verwahrlost und teilweise hochgefährlich. Die hinzugerufenen Kollegen des Tierasyls Hamm seien ebenfalls sehr erstaunt gewesen (alle Blaulicht-News in NRW* bei RUHR24).

Die Bilanz des Horrorfundes: Zwei Katzen, 16 (fast hauptsächlich) Vogelspinnen, drei Skorpione, zwei Geckos, drei Tausendfüßler und vier Schlangen. Zwei weitere Schlangen seien tot in einer Box gefunden worden.

NRW: Polizei Hamm sucht nach der Besitzerin der verwahrlosten Schlangen, Spinnen, Skorpione und Katzen

Es habe sich um teilweise giftige Tiere gehandelt, die nun beim Tierasyl Hamm untergekommen sind. Das Problem: Von der 29-jährigen Mieterin fehlt aktuell noch jede Spur.

Immer wieder werden exotische Tiere in Haushalten gefunden oder büxen gar aus (Symbolbild einer Phyton).

Die Polizei Hamm hat die Ermittlungen zur Herkunft der Tiere eingeleitet und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Unklar ist, um welche Schlangen es sich genau handelt und was jetzt mit den Tieren passiert.

NRW: Schlangen und andere giftige Tiere – neues Gesetz trat am 1. Januar 2021 in Kraft

In NRW ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Zwischenfällen mit ausgebüxten exotischen Tieren, meistens Schlangen, gekommen. Erst im Mai 2021 gab es in Hattingen südlich von Bochum einen gruseligen Fund*.

Eine Familie fand getötete und entsorgte Giftschlangen. Im Ruhrgebiet unvergessen wird wohl der Vorfall aus dem Sommer 2019 bleiben, als eine Kobra die Stadt Herne für mehrere Tage in Aufruhr* versetzte.

Dieser Vorfall sorgte für den Start einer Debatte, ob Privatpersonen überhaupt gefährliche Gifttiere halten sollten, oder nicht. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen hat das verschärfte Gifttiergesetz NRW* auf seiner Homepage zusammengefasst. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bay Ismoyo, Daniel Leal-Olivas; AFP / Collage: RUHR24

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