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Missbrauch von Kindern und Babys: Polizei ermittelt gegen 70 Verdächtige

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Die Polizei ist auf einen Pädophilen-Ring gestoßen. Ausgangspunkt ist ein Mann aus NRW. In fast ganz Deutschland wird gegen 70 Verdächtige ermittelt.

Köln - Die Polizei in Köln ermittelt gegen 70 Tatverdächtige, die Millionen von Fotos und Videos von sexuell missbrauchten Babys und Kleinkindern besessen und getauscht haben sollen. Ausgangspunkt sei ein Verfahren in Berlin, sagte ein Polizeisprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Missbrauch von Kindern und Babys: Polizei ermittelt gegen 70 Verdächtige

Bei den Ermittlungen in der Hauptstadt wurde demnach ein Mann aus Wermelskirchen (NRW) entdeckt, der Listen mit mutmaßlichen Pädophilen geführt hat. Der 44-Jährige soll auch selbst Kinder schwer sexuell missbraucht haben und sitzt in Untersuchungshaft. Deutschlandweit werde in 14 Bundesländern gegen Verdächtige ermittelt. Neben dem Besitz von Fotos und Videos soll ein Teil dieser Männer auch selbst Kinder vergewaltigt haben.

Mehrere Medien, darunter RTL, die „Bild“-Zeitung und der WDR, hatten am Freitag (27. Mai) darüber berichtet. Demnach konnte die Polizei rund 30 junge Opfer identifizieren. Die Polizei Köln hat eine „Besondere Aufbauorganisation Liste“ (BAO Liste) eingesetzt. Weitere Details, Zahlen und Hintergründe zu den Ermittlungen wollen Staatsanwaltschaft und Polizei Köln am Montag (30. Mai) bei einer Pressekonferenz nennen.

In Nordrhein-Westfalen hatte es in den vergangenen Jahren mehrere Kriminalitätskomplexe mit schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern gegeben. Auf den Missbrauchsfall Campingplatz Lügde im Kreis Lippe folgten die Ermittlungen zu den Komplexen Bergisch Gladbach und Münster.

Ebenfalls in Münster kam es zu einer schrecklichen Attacke. Zwei Männer sind aneinander geraten. Einer der beiden erlitt tödliche Messerstiche. Jetzt wird öffentlich nach dem Täter gefahndet.

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