NRW-Landesregierung verteidigt Einschränkung des Windkraft-Ausbaus

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Windrad

Düsseldorf - Die schwarz-gelbe Landesregierung hat ihre geplante Einschränkung des Windenergie-Ausbaus verteidigt. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) räumte am Freitag ein, dass die Pläne den Ausbau der Windkraft bremsen werden.

"Bislang wurde in NRW fast ausschließlich auf die Windkraft gesetzt. Ich halte das für ungünstig", sagte der FDP-Politiker. So seien etwa die Potenziale der Solarenergie nicht ansatzweise ausgeschöpft. 

Es gehe angesichts von Bürgerprotesten auch darum, die Akzeptanz für die Windenergie zu erhalten. Dies bedeute aber nicht das Ende der Windkraft: Allein durch schon erteilte Bewilligungen und den Ersatz alter durch moderne Anlagen werde sich absehbar die Windenergie-Produktion in NRW mehr als verdoppeln. Pinkwart reagierte damit auf einen "Brandbrief"" der Windenergie-Unternehmen. 

Mehr als 60 Unternehmen aus der Windenergiebranche hatten die Landesregierung aufgefordert, auf die geplanten Einschränkungen beim Bau von Windrädern zu verzichten. Durch die Pläne von CDU und FDP würden über 90 Prozent der bisher für die Windenergie vorgesehenen Flächen wegfallen. 

Die Verschärfung der Abstandsregelung und das geplante weitgehende Verbot für den Bau von Windrädern in Wäldern hätte einen massiven Einbruch des Ausbaus der Windenergie ab 2019 zur Folge. Dadurch wäre die gesamte Energiewende gefährdet. - dpa

Quelle: wa.de

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