NRW-Krippengipfel gestartet

DÜSSELDORF - In Düsseldorf hat am Donnerstag der zweite Krippengipfel begonnen. Angesichts von noch rund 27 000 fehlenden Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren wollen Beteiligte aus Land, Kommunen und Verbänden den Ausbau in den kommenden Monaten forcieren.

Familienministerin Ute Schäfer (SPD) hatte Kita-Träger, Stadtoberhäupter, kommunale Spitzenverbände, Elternvertreter, Jugendämter und Gewerkschaften eingeladen, um offene Fragen wie das Fachkräfteproblem anzugehen. Ab 1. August 2013 haben Eltern bundesweit einen gesetzlichen Anspruch darauf, ihre ein- und zweijährigen Kinder in einer Kita oder bei einer Tagesmutter betreuen zu lassen.

Die Planungen gehen davon aus, dass für jedes dritte Kleinkind unter drei Jahren (32 Prozent) ein solcher Platz beansprucht wird. In NRW sind demnach 144 000 U-3-Plätze erforderlich - und nach dieser Kalkulation fehlen aktuell noch 27 000 Plätze. Die CDU sprach aber von einem weitaus höheren Bedarf: "Der Bund geht längst davon aus, dass der Versorgungsbedarf mit U-3-Plätzen deutlich höher ausfallen wird als die veranschlagten 32 Prozent", sagte der familienpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Bernhard Tenhumberg.

In Großstädten wie Köln und Düsseldorf wird laut CDU sogar ein Bedarf von mehr als 60 Prozent prognostiziert. Nach dem Gipfel müsse Schäfer konkret erklären, wie NRW die Lücke schließen und den Rechtsanspruch erfüllen wolle. Die Oppositionsfraktion rechnet - im Gegensatz zur Ministerin - mit einer Klagewelle. - lnw

Quelle: wa.de

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