Keine Flughafen-Streiks bis Donnerstag in RNW

DÜSSELDORF - Die Flugreisenden in Nordrhein-Westfalen bleiben bis kommenden Donnerstag von weiteren Streiks an den Airports verschont.

Dann werde man sich mit den Arbeitgebern zu einem Sondierungsgespräch treffen, sagte Verdi-Sprecher Günter Isemeyer am Freitag in Düsseldorf. Ziel der Sondierung sei, die Wiederaufnahme offizieller Tarifverhandlungen zu prüfen. Falls die Gespräche scheiterten, werde man allerdings ein "sehr flexibles Streikkonzept" umsetzen. Die Arbeitgeber kündigten an, über ein Tarifangebot für 2014 sprechen zu wollen.

Am Donnerstag und Freitag vergangener Woche hatten Streiks der Kontrolleure an den Passagier-Schleusen der Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn für massive Behinderungen mit langen Warteschlangen und Flugausfällen gesorgt. Auch ein atomares Zwischenlager und ein Chemie-Werk wurden bestreikt.

Für die 34 000 Beschäftigten der Wach- und Sicherheitsbranche in NRW fordert Verdi Lohnerhöhungen von rund 30 Prozent. Ziel sei es, die Branche aus dem Niedriglohnsektor zu holen. Nach Gewerkschaftsangaben befinden sich 70 bis 80 Prozent der Beschäftigten in der untersten Lohngruppe mit einem Brutto-Stundenlohn von 8,23 Euro. An den Flughäfen liege der Stundenlohn des Sicherheitspersonals bei 12,36 Euro.

Flughafenchefs und Reiseunternehmer hatten Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) mit Schadenersatzforderungen gedroht, weil der Bund keinen Notdienst mit Polizisten als Ersatzpersonal eingerichtet hatte. Der Bund hatte die Kontrollen privatisiert. - lnw

Quelle: wa.de

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