NRW-Datenschutzbeauftragter warnt vor Fitness-Apps

DÜSSELDORF - Gesundheitsdaten gegen Bonus und Rabatte: Dieser geplante Deal der Krankenversicherungen ruft die Datenschützer auf den Plan. Der nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte warnt vor den geplanten Fitness-Apps der Krankenversicherungen.

Der nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte warnt vor den geplanten Fitness-Apps der Krankenversicherungen. "Persönlichste Daten zur täglichen Lebensführung sollten Versicherungen nicht zur Verfügung gestellt werden, nur um einen Preisvorteil zu erhalten", kritisierte Ulrich Lepper, der Landesbeauftragte für Datenschutz NRW, am Freitag.

Versicherungen planten, Fitness, Ernährung und Lebensstil ihrer Kunden zu analysieren. Kunden könnten dazu Daten über eine App an ihre Versicherung übermitteln, um Gutscheine und Rabatte zu erhalten.

"Datenschutzrechtlich kann das zulässig sein, wenn die Kunden freiwillig einwilligen und vorher transparent über die geplante Datenverarbeitung informiert werden", teilte Lepper mit. Aber mit solchen Geschäftsmodellen werde ein finanzieller Druck erzeugt, tiefen Einblick in Lebensgewohnheiten und Gesundheit zu ermöglichen.

Die geplanten Geschäftsmodelle der Krankenversicherungen würden Gesundheitsdaten kommerzialisieren. "Neben Verbraucherschutz und Versicherungsaufsicht ist auch die Politik gefragt. Es ist Zeit für eine gesellschaftliche Debatte darüber, wo Grenzen für solche Geschäftsmodelle zu ziehen sind." - lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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