NRW-CDU will Schwarzer zur Wahl des Bundespräsidenten schicken

Die nordrhein-westfälische CDU will die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer zur Wahl von Joachim Gauck zum Bundespräsidenten nach Berlin schicken.

DÜSSELDORF - Die nordrhein-westfälische CDU will die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer zur Wahl von Joachim Gauck zum Bundespräsidenten nach Berlin schicken. Das beschloss der Landesvorstand der NRW-CDU am Samstag in Hamminkeln.

Die Nominierung sei eine Anerkennung des Lebenswerks von Schwarzer, teilte der Generalsekretär des größten CDU-Landesverbands, Oliver Wittke, mit. Gewählt werden die Vertreter Nordrhein-Westfalens in der Bundesversammlung am kommenden Dienstag vom Düsseldorfer Landtag.

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Von den 49 Wahlfrauen und Wahlmännern der CDU bestimmt der Landesverband 20 und die Landtagsfraktion 29. Neben Schwarzer steht Mevlüde Genc auf der Kandidatenliste der CDU. Sie hatte 1993 bei einem fremdenfeindlichen Brandanschlag in Solingen zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte verloren. Mevlüde Genc hatte nach dem Anschlag die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen. „Ich lebe in Deutschland, also will ich Deutsche sein“, wird sie von der CDU zitiert.

Die Grünen wollen neben Parteipolitikern auch den Regisseur Sönke Wortmann als Delegierten zur Bundesversammlung schicken. Der Landtagfraktionen wollen am Dienstagvormittag ihre jeweiligen Listen bestimmen, bevor am Dienstagnachmittag der Landtag in einer Sondersitzung eine gemeinsame Liste aller fünf Fraktionen beschließt. Insgesamt entsendet NRW - entsprechend dem Anteil an der Bevölkerung - 133 Delegierte zur Wahl des designierten Bundespräsidenten Joachim Gauck nach Berlin. - dpa

Quelle: wa.de

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